
Klinik
Für den einen liegt der Reiz am Kliniksex im Rollenspiel, der andere bevorzugt nur gewisse Praktiken um ihrer selbst willen. Für jede einzelne dieser Faszinationen oder auch für ihre Kombi möchte ich das richtige Spiel anbieten.
Der Rollenspieler liebt es, wenn die Domina als strenge Frau Doktor oder rigorose Krankenschwester auftritt, während er der (meist hilflos ausgelieferte, manchmal auch liebevoll umsorgte) Patient sein darf. Es geht um eine Faszination für die Krankenhaus-Atmosphäre, für die Hierarchie zwischen Ärztin und Behandlungsbedürftigem, für Gynstuhl & OP-Kittel, für Schwesternhäubchen und Segufix. Die im folgenden Text genannten Praktiken können dazugehören, müssen es aber nicht. Insbesondere verzichten viele Klinik-Rollenspieler lieber auf schmerzhafte Eingriffe - aber eben doch nicht alle....
Zu den Doktor- oder Krankenschwester- Spielen gehören meist diverse Untersuchungen. Mit dem Stethoskop wird abgehört, es werden Blutdruck und Fieber gemessen, es wird mit den Fingern getastet (insbesondere ist hier das gründliche Untersuchen von Penis und Darmausgang meistens Pflicht) und evtl. eine Sperma-Probe entnommen. Vielleicht klagt der Patient auch der Ärztin sein Leid über seine sexuellen Störungen und wird ggf. peinlich befragt ....
Die häufigsten Eingriffe, die über die allgemeinen Untersuchungsmethoden hinausgehen und sich speziell auf den urogenitalen und rektalen Trakt beziehen, sind Katheterisierungen und Klistiere. Und hier haben wir auch bereits die Schnittmenge von Klinik-Rollenspielen und Klinikpraktiken im allgemeinen BDSM. Denn nicht nur "Frau Dr. fet." kann diese klinischen Behandlungsmethoden ausführen, auch die Domina kann im Rahmen von Piss Play Katheter legen, um den goldenen Nektar abzuzapfen, oder die Blase ihres Opfers künstlich füllen, um damit ein Pain Play einzuleiten. Ein Einlauf wiederum kann auch eine Vorbereitung für ein sauberes Fisting sein, oder er kann dem Füllen einer Windel dienen usw.
Mit Kochsalzlösung kann man nicht nur via Katheter die Blase füllen, sondern auch via Spritze oder Infusion diverse Körperstellen (meist Hodensack oder Schamlippen) "aufspritzen" - dies ergibt eine temporäre Schwellung, die nach einiger Zeit wieder abklingt. Die Kochsalzlösung wird vom Körper aufgenommen und verursacht im Normalfall keine Probleme. Auch diese Praktik wird teilweise um ihrer selbst willen im BDSM-, teilweise im klinischen Rollenspielkontext angewendet.
Mit Spritzen kann man nicht nur füllen, sondern auch Blut entnehmen - was üblicherweise als Prozeß eines Klinikrollenspiels oder als mögliche Vorbereitung für weiteres Blood Play passieren kann. Auch der Einsatz von Skalpellen (Ritzen der Haut - Playcuttings) oder von Kanülen (Durchstechen der Haut - Playpiercings) wird oftmals eher als Schmerz- oder Fetischpraktik und eher untypisch im traditionellen Doktorrollenspiel verordnet. Aber die Übergänge sind natürlich fließend.
Stärker als beim traditionellen Doktorrollenspiel findet hier der "Patientenmißbrauch" statt: Die Ärztin bzw. Schwester ist eine gnadenlose Sadistin, die sich an ihrem hilflosen Patienten vergeht, ihn als Versuchstier mißbraucht, ihm mit Lust Schmerz zufügt (hier kommen dann vor allem die o.g. Schmerzpraktiken wieder zum Einsatz) und die dann auch unter Umständen typische Foltermethoden des klassischen BDSM anwendet.
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