BlogGeschichten

Eine lesbische Gummipuppen-Story: "Das Geschenk"

Du hast mir zu Weihnachten ein ungewöhnliches Geschenk gemacht.Unter unserem Weihnachtsbaum lag ein Paket mit einem Inhalt, den normalerweise Frauen gar nicht zu Gesicht bekommen - und du, meine Frau, meine Geliebte hast mir dies Paket tatsächlich überreicht, mit einem breiten Grinsen im Gesicht, doch ohne Hohn, nur voller Liebe. „Für meine Süße, damit sie mich nicht allzu sehr vermisst“ stand auf der Karte - schmerzvoll durchzuckte mich beim Lesen wieder die Erwartung einer Zukunft, in der wir uns berufsbedingt nur an den Wochenenden sehen können würden, nachdem wir nun schon viele Jahre lang gemeinsam Tisch und Bett geteilt hatten, ja, sogar über eine offiziell eingetragene Lebenspartnerinnenschaft nachgedacht hatten, um trotz der mangelnden tatsächlichen Gleichstellung mit einer heterosexuellen Ehe doch wenigstens als lesbisches Paar auch in den Statistiken wahrgenommen zu werden und vielleicht langfristig doch für die Interessen der Community durch Sichtbarkeit unserer Partnerinnenschaft ein wenig zu bewirken, eben im Rahmen unserer Möglichkeiten.

Dass du nun durch eine späte Promotion an einer weiter entfernt gelegenen Universität noch die Chance auf eine wissenschaftliche Karriere bekommen wirst wird uns für fast drei Jahre wieder in eine Fernbeziehung zwingen, aber wir sind uns einig, dass du diese einmalige Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen darfst. Wir sind uns unserer Liebe sicher, auch wenn uns viele Kilometer trennen. Aber nun zurück zu diesem Weihnachtsabend, als du mir ein Geschenk gegeben hast, was normalerweise keine Frau geschenkt bekommt, was normalerweise keine Frau verschenkt, was normalerweise keine Frau benutzt und zu dem selbst die Zielgruppe „Mann“ üblicherweise nicht steht. Kein Wunder, dass ich im ersten Moment einfach nur dastand und doof aus der Wäsche glotzte, als ich eine riesengroße, nackte Puppe vor mir hatte. Was genau um Himmels willen war das?

Eine Puppe, aber kein Kinderspielzeug. Definitiv eine Sexpuppe, denn sie lag vor mir in provozierender Pose und streckte mir ihre überraschend echt modellierte Möse entgegen. Ihre Hände schienen die Venuslippen zu spreizen. War das jetzt eine Gummipuppe??? Gummipuppen hatte ich mir immer aufblasbar vorgestellt – aber dieses Ding da war definitiv nicht aufblasbar, und es entsprach auch nicht den Gummipuppen, wie man sie gelegentlich aus Jux zu Junggesellenabenden wohl mitnimmt – mein Bruder hatte so eine aufblasbare, potthäßliche Gummipuppe am Vorabend seiner Hochzeit von seinen engsten Freunden bekommen, sie hatten besoffen gefeiert und geblödelt und ihren Spaß gehabt, aber unbenutzt wanderte die Gummipuppe dann am nächsten Tag in den Müllcontainer – meine Schwägerin und ich haben nur einen kurzen Blick auf die knautschige Gummipuppe geworfen und wollten es gar nicht so genau wissen, obwohl uns niemand dran gehindert hätte, dieses seltsame Objekt genauer unter die Lupe zu nehmen. Was sollen Frauen schon mit Gummipuppen? Wir waren nicht einmal neugierig darauf, im Kontext des Junggesellenabschieds war die Gummipuppe einfach nur ein Einmal‐Scherzartikel gewesen, und weder sie noch ich waren an derart platten Scherzen auch nur ansatzweise interessiert.

Seit Weihnachten bin ich – durch dich – nun selbst die Besitzerin einer Gummipuppe. Nicht einer aufblasbaren Gummipuppe, sondern einer Vollkörper‐Liebespuppe aus einem ganz speziellen Material, was Solid Loveclone heißt. Kein Billigprodukt zum verschämten Gebrauch, sondern ein hochwertiges Toy. Eine Gummipuppe mit Stil. Trotzdem – was soll ich als Frau mit einer Gummipuppe? Noch nie zuvor hatte ich –und habe bis jetzt nicht‐ von einer anderen Frau gehört, die eine Gummipuppe benutzt. Und nun schenkte mir meine Liebste eine provozierend echte, aufreizende Gummifrau, grinstemich an und gabmir diese Karte, diemich tatsächlich zu sexueller Aktivität mit dem anscheinend absolut ernst gemeintenGeschenk motivieren sollte.

Ich wusste nicht, ob ich mich freuen sollte, ob irgendein gewaltiger Irrtum vorlag, ob ich schlichtweg träumte, oder ob ich es wagen sollte, mich tatsächlich auf diese gewaltige Provokation einzulassen. Liebste, du meintest es ernst. Du sahst die Faszination und den Abscheu in meinen Augen, das Begehren, wenn ich dieser Gummipuppe auf die viel zu offensiv dargebotene Möse sah und den Zweifel, der sich aus jahrelanger lesbischer Sozialisation speiste – ich bin als Lesbe aktive Mitfrau bei PorNo‐Kampagnen gewesen und sollte nun allen Ernstes ein Produkt der heterosexuellen Sexindustrie in mein Schlafgemach lassen? Eine Liebespuppe, die meine eigene Partnerin mir geschenkt hatte? Ich hatte Lust und Scheu zugleich, die Gummipuppe überhaupt zu berühren.

Du hast mich im Bett schon immer überrascht, meine Süße. Bevor ich dich kennenlernte, habe ich lesbischen Sex nie mit der Wildheit genossen, die du mir gezeigt hast. Meine Freundinnen liebten es sanft im Bett, und zärtliches Streicheln bringt bei ausgiebiger Gründlichkeit auch im Venus‐Bereich früher oder später jeden Frauenkörper zum Beben. So hatte ich es immer gekannt, und manchmal lebe ich es so auch noch mit dir. Du hast mir darüberhinaus aber auch die Geilheit ungebremster, egoistischer Tribadie gezeigt – entfesselt oben zu liegen und nicht nur mit zärtlichen Händen der Partnerin einfühlsam einen Orgasmus zu schenken, um sich dann später selbst passiv beschenken zu lassen, sondern sich einfach ungestüm und ohne ständige „Schere im Kopf“ am Körper der Geliebten zu bedienen, ohne dabei auch nur das kleinste bißchen zu denken – und ohne ständige Rücksichtnahme und Zurückhaltung. Das hatte ich nicht gekannt, bis ich dich kannte. Du hast mich ermutigt, Wünsche zu äußern, meiner eigenen Sexualität auf den Grund zu gehen. Einander nicht nur liebend in die Augen zu schauen, während die Hände zugleich die Möse der anderen Frau beglücken, sondern auch hinzuschauen, zielgerichtet die fremden Lippen zu spreizen, mit den Fingern zu forschen – nicht, um der anderen Lust zu verschaffen, sondern um selbst zu erforschen. Du hast mich „entklemmt“, und seit ich dich kenne, denke ich weniger und bin beim Sex präsenter. Mehr in mir und weniger im Kopf. Auf Basis der Gewissheit, dass ich mich drauf verlassen kann, dass du für deine eigenen Bedürfnisse immer zu sorgen wissen wirst und ich dich nicht enttäusche. Tja, und nun hast du mir eine Gummipuppe geschenkt.

Und noch bevor wir an diesem Weihnachtsabend darüber sprachen, habe ich auch kapiert, was du von mir wolltest. Wozu du mir Mut machen wolltest. Natürlich ist keine Gummipuppe der Welt ein Ersatz für die Frau, die ich liebe. Aber du möchtest mir erlauben, meine Sexualität auch auszuleben, wenn du fort bist. Nicht mit anderen Frauen natürlich, wir sind beide kein bißchen polygam veranlagt, aber eben mit der von dir für mich speziell herausgesuchten Gummipuppe. Und ich sehe, dass du diese Gummipuppe gewählt hast, weil sie sich für lesbischen Sex allzu gut eignet. Ihre breitbeinige Position in kniend nach hinten gelegter Haltung lädt mich geradezu dazu ein, auch meine Beine zu spreizen und über sie zu kommen, um auf ihr zu kommen. Diese Gummipuppe wird mir wilde Tribadie erlauben, ohne dass ich irgendeine Rücksicht nehmen muss – und es wird funktionieren! Ich werde mich an ihren Oberschenkeln oder auch an ihrer vorwitzigen Möse reiben können, ganz genauso, wie ich es bei dir kann, wenn es mir endlich gelingt, mich in meine Geilheit fallen zu lassen. Und ich werde sie lecken können, wie ich dich lecke. Auch das hast du mir gezeigt, eine Pussy geradewegs in den Mund zu nehmen, und auch das nicht mit kuscheliger Neunundsechzig zu verbinden, sondern wild und geil drauf loszuschlabbern. Auch dies war für mich anfangs ungewohnt, nicht krampfhaft bemüht auf gleichartige Lust in gleicher Intensität zur gleichen Zeit zu achten und sich zuliebe der Partnerin ständig zu bremsen, um ihre Gefühle vor die eigenen zu stellen,sondern sich auch beimaktivenOralsex selbst auch ganz bewusst an der Partnerin befriedigen zu dürfen, das Begehren einer Vagina in den Vordergrund zu rücken und mit den Lippen des Mundes die Lippen des Venusbereichs zu ertasten, zu erspüren, sich an diesen und am Geschmack der fremden Pussy zu berauschen. Das war neu für mich, als ich dich kennenlernte, und ich weiß, ich werde in Erinnerung an dich auch diese Gummipussy auf die gleiche Weise lutschen, schlabbern, fressen – auch wenn die Gummipuppe deinen Geschmack niemals wird wiedergeben können, so wird es sich doch echter anfühlen, sich zwischen ihre Beine zu knien und mein Gesicht zu ihrer Venusöffnung hinzubeugen, als einfach nur mit schamhaften Fingern –wie früher, bevor ich dich kannte‐ unter der Bettdecke vor’m Einschlafen zu masturbieren und dabei sehnsüchtig nach einer entfernten Partnerin zu schmachten, ohne irgendetwas Aktives tun zu können, um auch die sexuelle Sehnsucht auszudrücken, auszuleben.

Danke, dass du mir diese Gummipuppe geschenkt hast. Ich freue mich darauf, es mit ihr zu treiben und dir am Telefon davon zu erzählen. Ich freue mich darauf, ihre Beine mit meinem Mösenschleim zu benetzen, wie ich deine Beine beim wilden Sex benetzen darf – und dann meine Lust von ihrem Körper zu lecken, wie ich es bei dir lernen durfte. Vielleicht kann ich sogar so ihrer Möse etwas weiblichen Geschmack verleihen, indem ich meine Finger in meine eigene Nässe tauche und dann die Intimzone der Gummipuppe damit einreibe. Und auch, nachdem ich meine Venus an der Venus der Gummipuppe gerieben habe, wird diese sicher - wenn auch leider nicht nach dir – so doch zumindest nach echter Erregung schmecken. Ich werde meiner Gummipuppe Leben geben können – weil ich mit ich ihr Praktiken ausüben kann, die ich mit dir zu schätzen und zu genießen gelernt habe und dies nicht mehr missen möchte – und auch, weil ich dein Geschenk, Liebste, niemals zurückweisen möchte und es in Ehren halten will. Ich werde diese Gummipuppe ehrenvoll ficken, für dich, für meinen erfolgreichen Karriereschatz, ich werde meine Pussy nicht wieder „einrosten“ lassen – ich werde mich für dich bereit und willig und aktiv und geil halten! Danke für die Gummipuppe. Ich habe verstanden, was du damit bezweckt hast, und ich bin froh darüber. Diese Gummipuppe für den Sex und viele Anrufe für die Seele werden mich trösten, während du weg bist. Diese Gummipuppe wird uns nicht auseinanderbringen, sondern noch stärker aneinander binden.

(inspiriert von Chelsea Shane Reality Doll)


© copyright 2005-2017 domina-frankfurt.net