Das Kleingedruckte für die Sessionbuchung

Kontaktaufnahme, Terminvereinbarung, Vorbesprechung

"Die Terminabsprache gestaltet sich mit ihr etwas schwierig."

Stimmt? Stimmt! - Es stimmt deshalb, weil ich nicht zu festen Zeiten "sowieso" in meinem Studio sitze und auf Anrufe oder gar Laufkundschaft warte, sondern weil ich einen Hauptberuf, ein Privatleben und meine Sessions alle unter einen Hut bringen will -dafür ist gute und verläßliche Planung wichtig.

Ich machte wiederholt die sehr frustrierende Erfahrung, zugunsten einer angeblich "festen" Buchung meine eigenen Vorhaben verschoben zu haben und dann sehr lapidar versetzt zu werden - à la "Es geht heute doch nicht - wie wäre es stattdessen einfach morgen?". Hier fehlte das Verständnis meines Gegenübers, dass Sessionzeiten für mich eben nicht so einfach umzuplanen sind - meist je kurzfristiger, desto schwerer. Daher habe ich mich für eine gestaffelte Stornoregelung entschieden. Diese wurde im Dominaforum sehr belächelt…für mich funktioniert sie aber bestens. Sie filtert die Kunden heraus, die ohnehin nicht zu verläßlicher Planung bereit sind und die mir langfristig nur die Freude an der Nebentätigkeit verderben.

Was ich verlange, biete ich auch.

Mit der Stornoregelung habe ich die Gewißheit: Falls ein Termin platzt, erhalte ich für die vergeblich freigehaltene Zeit eine Entschädigung. Die Höhe des Betrages staffelt sich dabei nach der Frühzeitigkeit/Kurzfristigkeit der Absage.

Die Verbindlichkeit, die ich erwarte, biete ich auch: Sollte ich einmal meinerseits einen bereits fest zugesagten Termin absagen müssen, bezahle auch ich meinem Spielgefährten den entsprechenden Betrag.

"Das liest sich wie die AGB meines Mobilfunkanbieters."

An dieser Stelle scheitern aber viele Leute. Definitv ist der Wunsch nach frühzeitiger und dann auch noch verbindlicher Absprache für etliche Interessenten ein Hindernis. Für mich hingegen gehört die gegenseitige Verbindlichkeit zum gegenseitigen Respekt.

Umso intensiver die Session

Eine klar vorbesprochene Session mit klaren formalen Rahmenbedingungen kann dann von mir entsprechend vorbereitet werden. Bei mir geht es niemals hektisch zu wie in den großen Laufhäusern, niemals jagt ein Termin den anderen. Ich bereite mich gedanklich auf die jeweilige Fantasie vor, stimme mich auf BDSM ein. Die persönliche Vor- und Nachbereitung individuell zu jedem einzelnen Termin braucht bei mir ihre Zeit - dies ist nach meinem eigenen SM-Verständnis und -Erleben für mich unabdingbar, und die positiven Feedbacks meiner Gäste bestätigen mich.

Sogar beim Telefonieren?

Ohne Terminabsprache bin ich wirklich nicht verfügbar - auch nicht telefonisch. Im Büro bei der hauptberuflichen Arbeit würde das Handyklingeln und -gespräch die Kollegen stören, während der BDSM-Sessions würde es mich und meine Gespielen aus den Sessions reißen, und in der verbleibenden Freizeit möchte ich auch nicht ständig aus was-auch-immer herausgerissen werden - bei einem Telefonat will ich hingegen wirklich meine Konzentration voll auf das jeweilige Thema lenken können. Folglich telefoniere ich weder im Supermarkt an der Kasse, noch nehme ich das Handy ab, wenn ich mitten in einem privaten Vorhaben stecke und nicht allein bin - selbst dann nicht, wenn mein ganzer Bekannten- und Freundeskreis mit meinem Tun keine Probleme hat. Aber: Alles zu seiner Zeit!

Da Emails im Gegensatz zu Anrufen nie störend eine laufende Aktivität unterbrechen, sondern immer mal wieder in geeigneten Pausen dazwischen beantwortet werden können, erfolgt mit mir die Terminabsprache in aller Regel per Email. Meinen Posteingang checke ich meist mehrmals täglich, so dass die Antwort auch nicht lange auf sich warten läßt.

Wenn jemandem ein Telefonat wirklich wichtig ist, reserviere ich für die fernmündliche ebenso wie für eine persönliche Begegnung ausreichend Zeit - auch Einstimmungszeit vor dem eigentlichen Gespräch. Ich sorge also dafür, dass ich zum vereinbarten Zeitpunkt ungestört bin und irgendwo -z.B. im Studio in passender Atmosphäre- bequem sitze und auf ein BDSM-Gespräch wirklich eingestimmt bin, ohne mit den Gedanken noch oder schon wieder woanders zu sein. Bei Session-Vorabsprachen wird die Telefonzeit als "Plauderzeit" vergütet, der Tarif ist dafür preiswerter als für "Sessionzeit". Noch lieber als das fernmündliche Vorgespräch ist mir aber, wenn eine Email nicht ausreicht, der Plauder-Escort - ein relaxtes Treffen in einem Cafe/Restaurant, wo man auf neutralem Boden alles in Ruhe bereden kann.


Preis-Elemente

Fast alle SM-Studios haben feste Stundenpreise für ihr Standardprogramm, viele erheben zudem Aufpreise für sog. "Extras". Immer wieder wird in Foren diskutiert, wozu diese nötig bzw. ob diese gerechtfertigt sind. Ich habe mir zu allen Grundpreisen und Aufpreisen, die ich erhebe, sehr intensive Gedanken gemacht. Gern bemühe ich mich, diese Ihnen transparent zu machen.

Grundpreise

Ursprünglich hatte ich bei der Preisgestaltung nur in Sessionzeit-Honorar und Plauderzeit-Honorar unterschieden.

Sessionzeiten sind dabei die Zeiten, während denen wir "spielen", d.h. ich mich um Ihre Erregung bzw. die Umsetzung Ihrer erotischen/sadomasochistischen Fantasien/Wünsche bemühe.

Bei jeder Sessionbuchung ist eine gewisse Zeit (ca. je 15-20min) für Vorgespräch, Nachgespräch und Duschzeit gratis includiert, und auch eine gewisse Vor- und Nachbereitung meinerseits vor Ihrem Eintreffen / nach Ihrer Verabschiedung sind bereits bei der Kalkulation mitbedacht.

Als "Plauderzeiten" sind sonstige gemeinsam verbrachten Zeiten definiert, z.B. ausführliche Kennenlern-Dates, gern im Café/Restaurant. Auch telefonische Vorbesprechungen, die nicht direkt als Fernerotik anzusehen sind, und weitere Nicht-Session-Leistungen (z.B. z.B. die Fahrzeit bei einem Escort-Termin oder persönlichem Shuttle-Service) rechne ich mithilfe der Plauderzeit-Honorare ab.

Organisationsaufpreise

Bei Aufnahme meiner Domina-Nebentätigkeit konnte ich grundsätzlich nur zu sehr limitierten Empfangszeitfenstern empfangen: vorzugsweise werktags abends, bei Umschichtung meiner Freizeit-Aktivitäten auch an Wochenenden. Meine persönliche Präferenz für die Abendtermine brachte ich dadurch zum Ausdruck, dass die Grundpreise für diese etwas niedriger als für die Wochenend-Termine lagen.

Seit einer Veränderung meiner hauptberuflichen Gegebenheiten kann ich mit einem gewissen Organisationsaufwand auch für die Domina-Nebentätigkeit solche Zeiten realisieren, die mir ursprünglich unmöglich waren - muss dies jedoch teurer berechnen und auch die Wechselseitigkeit der Stornoregelung bzgl. dieser Elemente einschränken. - Ähnliches gilt hinsichtlich einer veränderten Wohn- & Beziehungssituation: Ich kann bei rechtzeitiger Planung auch die Nutzung einer 1ZKB anbieten, auch hierfür fällt aber ein Organisationsaufpreis an.

Equipment und Praktiken als "Extras" (Aufpreise) oder "Specials" (Pauschalen)

Da ich mit wachsendem Equipment und auch thematischer Verbreiterung meines Angebots dann noch ein paar deutlich vor- und nachbereitungsintensivere Praktiken in mein Angebot bzw. reinigungs- und wartungsintensivere Toys/Möbel in meinen Fundus aufnehmen konnte, führte ich auch dafür Zuzahlungen ein.

Deren jeweilige Höhe legte ich fest, wenn ich nach einigen Einsätzen den jeweiligen Mehraufwand tatsächlich einschätzen und somit beziffern konnte. Es wundert mich übrigens nicht, wenn Ihnen diese Aufpreise ungewöhnlich hoch erscheinen - auch ich hatte oftmals anfangs den Extra-Aufwand dieser "Extras" unterschätzt.

Wo ich zudem erkannte, dass sich der Mehraufwand nicht nur auf die Zeit vor/nach unserer Begegnung erstreckt, sondern auch gemeinsamer Aufbau erforderlich ist (insbesondere Seriouskit Equipment, Hightech Bondagebock und Fullbodycasts), brauchte es zudem eine weitere Strategie, um mich selbst und meine Kund/inn/en nicht in "Teufels Küche" zu bringen, weil wir uns beide ja allzu bewußt sind, dass bereits die Session-Uhr läuft. Anfangs entschied ich mich, dass obligatorisch bei derartigen Sessions eine gewisse Plauderzeit für gemeinsamen Aufbau zugebucht werden müsse. Da sich nach einer Weile herausstellte, dass pragmatischer Einsatzbedarf und Vergütung auch mit dieser Herangehensweise für mich immer noch nicht in stimmiger Relation standen, gibt es seit einiger Zeit für diese "Specials" Pauschalpreise. Diese neue Kalkulation hat sich für die jeweiligen Rahmenbedingungen inzwischen gut bewährt. Zudem ermöglicht die neue Preisgestaltung, dass ich bei reinen Maschinensex-Sessions, wo es gar nicht um meine Person/Persönlichkeit, sondern wirklich nur um das technische Equipment und damit verbundene Routine-Abläufe geht, ggf. auch mal Ihre Betreuung delegieren kann.

Ich selbst bevorzuge es nach wie vor, sehr individuelle Sessions passioniert zu gestalten, wo ich mich mit vollem BDSM-Engagement authentisch einbringen darf. Das bedarf meinerseits keiner "Extras" oder "Specials", sondern eine schöne, intensive Interaktion zwischen mir und meinem Gegenüber läßt sich auch mit "Basics" erzielen. Unter dieser Prämisse habe ich zu meiner eigenen Studentinnen-Zeit die Domina-Tätigkeit begonnen und daran seither nie die Freude verloren.


Sicherheit bzw. Risikobewußtsein

Eigene Limits - z.B. bereits bekannte Tabus sowie gesundheitliche Einschränkungen - sind im Vorgespräch zu benennen, aber auch selbstkritisch während der Session zu reflektieren und zu überprüfen.

Codewörter

Tritt eine Situation ein, in der der passive Part sich körperlich oder psyschich überfordert oder gar in seiner persönlichen Sicherheitszone bedroht/verletzt fühlt, ist er verpflichtet, dies mir als dem aktiven Part unverzüglich zu signalisieren: dies kann wahlweise formlos formuliert werden ("sorry, das geht für mich gerade gar nicht") oder im Rahmen eines D/S-Settings durch Benutzen eines Codewords ("Gnade" bzw. "break" für Zwischenbemerkungen, sowie "Mayday" bzw. "Erdbeerblau" für schnellstmöglichen Abbruch) angezeigt werden. Sollte der Passive geknebelt sein oder aus anderen Gründen nicht sprechen können, ersetzt wiederholtes zweimaliges oder dreimaliges Brummen ("hm-hm" oder "hm-hm-hm") die Äußerung des Codewortes. In all diesen Fällen reagiere ich als aktiver Part schnellstmöglich durch Rückfrage und Innehalten/Beenden der jeweiligen Aktion. Trotz Beachtung dieser und anderer Safety-Regeln birgt jede BDSM-Begegnung weiterhin Risiken, die niemals völlig ausgeschlossen werden können: hundertprozentige "Safety" gibt es nicht (vgl. RACK).

Durch Sessionbuchung bei einer Domina erklären Sie Ihren expliziten Wunsch nach einer Behandlung, für die keinerlei medizinische Notwendigkeit besteht. Die Risiken einer Session müssen gegen den erhofften Nutzen - in diesem Falle: Ihr Vergnügen - abgewogen werden. Dazu ist es notwendig, diese Risiken möglichst genau zu kennen. Die Risiken setzen sich aus den Gefahren der von Ihnen konkret gewünschten Praktiken (z.B. Harnwegsinfekte beim Katheterisieren - es empfiehlt sich z.B. die Internet-Recherche in regulärer medizinischer Fachliteratur und/oder spezieller BDSM-Literatur) und aus den generellen Risiken eines asymmetrischen erotischen Erlebnisses (eine/r aktiv, eine/r passiv: trotz Vorabsprache werden wichtige Informationen evtl. mißverständlich ausgedrückt bzw. mißverstanden oder auch möglicherweise vom passiven oder aktiven Part völlig in der Benennung oder in der Erinnerung vergessen/ trotz Codewörtern und -signalen werden diese wohlmöglich nicht oder nicht rechtzeitig vom passivem Part geäußert bzw. vom aktiven Part bemerkt) zusammen, sowie aus persönlichen Parametern der Beteiligten (Erfahrungslevel, Gesundheitsstatus, Bereitschaft zu Sicherheitsvorkehrungen wie Safer-Sex/Safer-Play etc.).

Ob eine bestimmte Session "zu gefährlich" ist, läßt sich nicht per se objektiv beurteilen, da der persönliche Nutzen stets subjektiv ist - ähnlich wie man pauschal nicht sagen kann, dass eine bestimmte (ggf. auch extreme) Sportart per se "zu gefährlich" ist.Um aber überhaupt eine persönliche Risiko-Abwägung vornehmen zu können, muss die Bereitschaft vorhanden sein, sich mit den Risiken bewußt auseinanderzusetzen. Einvernehmlicher BDSM, dem solch eine Auseinandersetzung zugrunde liegt, wird "risk-aware consensual kink" genannt.

Meine Ethik und Ihre Eigenverantwortung

Um Ihnen Ihre Risikoabwägung zu erleichtern, beantworte ich Ihnen nach bestem Wissen Ihre Fragen - insbesondere auch zu meinem eigenen jeweiligen Erfahrungsstand. Hiermit weise ich explizit darauf hin, dass ich über keine medizinische Fachausbildung (z.B. als Krankenschwester) verfüge: Alle BDSM- und Clinic-Praktiken habe ich selbst ausschließlich im professionellen und/oder privaten BDSM-Kontext kennengelernt, meist unter fachkundiger Anleitung von langjährig erfahrenen und teilweise von auch ihrerseits medizinisch ausgebildeten Spieler/inne/n.

Da ich privat als Switcherin lebe, habe ich natürlich mein eigenes passives Sicherheitsbedürfnis intensiv reflektiert. Es entspricht meiner Spiel-Ethik, diejenigen Praktiken, die ich aus reinen Sicherheitserwägungen heraus grundsätzlich (d.h. unabhängig von persönlichen Rahmenparametern und selbst bei Beachtung möglicher Safer-Sex- bzw. Safer-Play-Richtlinien) für mich selbst passiv ausschließen möchte, auch aktiv konsequent abzulehnen. Je riskanter mir selbst eine Praktik erscheint, desto stärker werde ich Sie nach Ihrer bewußten Auseinandersetzung mit den möglichen Risiken fragen und ggf. auch Auskunft zu Ihrer konkreten Vorerfahrung erbitten, um dann meine eigene Entscheidung für oder gegen ein gemeinsames Spiel zu treffen. Dies alles entbindet Sie aber nicht von Ihrer Eigenverantwortung, sich ebenfalls über die Risiken der von Ihnen gewünschten Praktiken und von asymmetrischen Settings im Allgemeinen zu informieren, Ihre eigene Risikoabwägung vorzunehmen und eine selbst-bewußte Entscheidung zu treffen.

Wenn Sie sich entschließen, eine Session bei mir zu buchen, entbinden Sie mich von jeglicher Haftung. Dies ist vom Grundgedanken her vergleichbar mit den Haftungsausschlüssen in vielen Piercing-Studios, oder den Haftungsausschlüssen einiger Trekking-Guides bei (auch ggf. extremen) Touren. Sie begeben sich aus freien Stücken und auf alleinige Verantwortung und ohne (medizinische oder sonstige) Notwendigkeit in eine bekanntermaßen riskante Situation, wenn Sie mich mit der Umsetzung Ihrer Fantasien beauftragen. Insbesondere wird jegliche Haftung für unerwünschte Folgen aus menschlichem oder technischem Versagen sowie auch für Unfälle/Stürze etc. in meinen privaten Räumlichkeiten (Wohnbereich und Studiobereich) bzw. auch bei Escort außerhalb (in Ihren/fremden Räumlichkeiten oder outdoor) ausgeschlossen. Sollten Sie einem derart ausnahmslosen Haftungsausschluß nicht zustimmen wollen, kann ich als privat selbständige Domina bei Ihnen keine Behandlung durchführen. Durch Ihre Buchungsbestätigung nach Hinweis auf die "Regeln: Das Kleingedruckte für die Sessionbuchung" erklären Sie, diese gelesen und verstanden zu haben und Ihr Einverständnis -nicht nur zu Honorarhöhe und Stornoregelung, sondern insbesondere auch zum ausnahmslosen Haftungsausschluß - zu erteilen.

Nun kann es konkret werden…

Viele Websites werden nur oberflächlich gelesen. Mir ist es wirklich wichtig, dass Sie nicht nur die Fotos & Preise angeschaut haben, sondern auch den Regeln zustimmen. Wenn Sie bis hierhin aufmerksam mitgelesen haben und grundsätzlich einverstanden sind, verrate ich Ihnen gern auch in konkreten Zahlen die möglichen Buchungszeiten und die jeweiligen Honorare..


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