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Sp…

Wir beide miteinander in der Dusche. Deine Klit bumst meinen Kopf gegen die Wand. “Sei weniger vorsichtig!” habe ich von dir verlangt. Danke, dass du mir vertraut hast.

Ich komme hoch, nachdem du (vielleicht) gekommen bist, stelle mich auf die Füße, beiße deinen Hals. Und plötzlich habe ich Lust, dass du mich anspuckst. So - what? Ich stehe nicht auf Spucke!

Außerdem habe ich für diesen Wunsch keine Worte. Ich drehe ihn in meinem Kopf, und so gelange ich zur Sehnsucht, stattdessen dich anzuspucken. - Ich tue es nicht. - Ich beiße dich einfach nochmal, du stöhnst genußvoll.

Ich und Spucke. Was fällt mir dazu ein? Natürlich, jeder Kunde, der meinen Speichel auf sich fühlen möchte, bekommt das gewünschte Erlebnis. Aber ich?

Ich wollte von einem Menschen angespuckt werden. - Von einem Menschen vor dir, mit dem ich so verdammt viele meiner Grenzen überwunden habe. Er hat es 2x oder maximal 3x halbherzig versucht, auch in der Dusche, so wasserverdünnt, dass es nicht wirklich zählte, nicht wirklich wirkte. - Er zögerte, mich zu erniedrigen. Und er war kein Top, auch wenn ich mich von ihm in Grund und Boden hätte toppen lassen.

Ich wurde von einem Menschen angespuckt. Von einem Menschen nach ihm, bei dem ich diesen Wunsch erstmals gefühlt hatte. Es war eine Queerfemme, auf einem Event, bei einem Playfight, und ich habe es provoziert, indem ich zuerst spuckte. - Playfight ohne Regeln. Es war ein Edge-Versuch, es einfach zu tun. Sie ekelte sich, aber sagte nicht “Rot”. Sie “rächte” sich, indem sie kurz danach über mir lag und ich geradezu zusehen konnte, wie sie ihren Speichel sammelte und dann auf mich herunterrotzte. Ich ekelte mich auch, aber ich war stolz, denn ich wußte, dass ich ihre Spucke quasi gerufen hatte. Was mein nicht-toppiger Top mir nicht hatte geben können, das hatte ich mir nun bei ihr geholt.

Ich habe kurz darauf mit ihr gesprochen, als das Fight-Event vorbei war. Wir hatten beide zum ersten Mal (privat) gespuckt und waren beide erstmals angespuckt worden. Wir hatten beide einen gewissen Stolz, aber der war nun befriedigt - wir suchten beide “so etwas” nicht wieder.

Ich mit dir in der Dusche.

Und nein, ich wollte dich nicht um Erlaubnis fragen.

Aber ich wollte dich auch nicht “überrennen” - dazu mochte ich dich zu sehr.

Also holte ich mir deinen Meta-Konsens, etwas probieren zu dürfen. Als ich ihn hatte, fehlte mir aber die Lust, es direkt zu tun.

Als die Lust wiederkehrte, fehlte mir der Mut.

Als ich es tat, tat ich es halbherzig. Hatte nicht genug Gewalt über dich. Spuckte ich fragend statt souverän.

Du hast dein Gesicht abgewischt und mir erklärt, dass du sowas nicht möchtest. Verständlich. Ich auch nicht!

Ich auch nicht????

Ein paar Tage nach dir hätte ich eine Play-Situation gehabt, in der ich locker darum hätte bitten können. Aber nein, ich nicht! Nicht von irgendjemandem sonst. Außer ihm, der mich zu allem hätte toppen dürfen, aber mich nicht zu allem hatte toppen wollen. Und dir. Vielleicht.

Ich habe keine Ahnung, wie …. und ob …

Ich auch nicht????


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