BlogReflexionen

Kleine Umfrage: Start in den Tag?

Wie startet ihr morgens den Tag?

Gibt es irgendetwas, was das auf Aufstehen schön macht, oder quält ihr euch aus dem Bett, um eure Pflichten zu erledigen? Baut ihr irgendwelche kleinen, erfreulichen Rituale ein, um einen tristen Morgen vor der Arbeit o.ä. erträglicher zu machen?

Stilleben mit Kaffeetasse von Pixabay

Frühstückt ihr und könnt ihr das Frühstücken genießen, oder schlingt ihr schnell etwas Eßbares oder nur einen Kaffee rein, bevor ihr aus dem Haus hetzt und werdet erst in der S-Bahn zur Arbeit halbwegs wach?

Denkt ihr darüber nach, ob es anders sein könnte, oder tut ihr, was "man muß", oder habt ihr euch bewußt dafür entschieden, das so zu gestalten?

Ist es mit einer Partnerschaft schöner als allein, am Morgen aufzustehen? Gibt's Sex am Morgen, manchmal oder so, dass das wiederum zu einer auch nicht ganz so großartigen Gewohnheit wird?

Habt ihr vielleicht sogar eine BDSM-Partnerschaft und beginnt z.B. mit einem DS-Ritual?

Habt ihr mehrere Partner/innen und schickt ihr ihnen morgens schöne Grußnachrichten?

Wacht ihr allein auf, masturbiert ihr?

Was macht einen Tag schön, was macht einen Tag einfach nur lästig?

Falls eure Tage eher trist beginnen: was wären eure -bitte grundsätzlich realistischen, wie es sein könnte- Idealvorstellungen? Was hindert euch bislang daran, sie umzusetzen?




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Bisherige Antworten:

Gechillt. Mein Tag geht oft bis spät, da fang ich ihn auch ausgeschlafen spät an. Plus 2 mal Katze.


Tatsächlich quäle ich mich in den Tag. Frühstück gibt es eher selten, im Bett noch lesen oder im Internet surfen dagegen häufig… Könnte mir gut vorstellen, dass es mit einer Partnerin anders wäre. Zumindest der Start in den Tag (gemeinsames Frühstück, weniger Drang zu surfen). Mich hindert wohl meine Persönlichkeit.


Früh ins Bett gehen und gemütlich lecker frühstücken …


Wenn ich nicht grade krank im Bett liege, wie jetzt im Moment morgens, sieht mein Tag wie folgt aus: Ich stehe ungefähr 2 Stunden vorher auf, bevor ich los muss, nehme meine Medikamente, putze Zähne und ziehe mich an. Da ich mindestens eine halbe Stunde durch die Medikamente warten muss, bis ich etwas essen darf, gehe ich in der Zeit eine Runde mit Musik in den Ohren draußen spazieren. Ich versuche dort ein wenig auf die Umgebung zu achten und mache, falls ich etwas Interessantes/Schönes sehe sollte ein paar Fotos.

Danach fühle ich mich in der Regel auch schon etwas wacher, danach dusche ich kalt und mache mir Frühstück. Dazu mache ich mir meist einen schönen heißen Kaffee oder Tee, Hauptsache irgendetwas, was mich wach macht.

Wenn ich so in den Tag starte, fühle ich mich in der Regel auch schon ziemlich wach und bin frohen Mutes etwas zu schaffen, da ich etwas Zeit für mich hatte. Was ich gar nicht morgens mag, ist Stress oder Zeitdruck, wenn mich Menschen morgens nerven, deswegen versuche ich auch als erste morgens aufzustehen.

Ach so, zwischendrin packe ich meine Sachen zusammen, die ich für den Tag brauche und überlege mir, was ich heute tragen möchte bzw. was heute zu meiner Stimmung passt (es gibt Gammelsachen zum draußen spazieren gehen und eben die Klamotten, die ich dann den Rest des Tages trage)

Einen Tag macht schön, wenn ich Spaß hatte, etwas mit Musik gemacht habe oder einfach meinen Hobbies nachgegangen bin ohne große Anforderungen von außen oder ich mich alleine mit den Dingen, die für mich anstehen, beschäftigen kann.

Was mich eher nervt, sind Lärm, Stress und wenn ich eben dieses Ritual nicht morgens machen kann, da ich sonst ziemlich grumpy bin. Was mich auch nervt, sind zu viele Anforderungen auf einmal ohne dass ich die Sachen für mich in Ruhe strukturieren kann, ich fühle mich dann sehr unter Druck gesetzt und dann kommt es auch eher zu Problemen.


Ich bin meistens ein Morgenmuffel, kein Liebhaber vom Frühaufstehen, wie übrigens auch meine Mutter nicht. Ganz selten wache ich zur richtigen Zeit auf. Ohne Wecker würde ich teilweise den halben Morgen verschlafen. Ich quäle mich also eher aus dem gemütlichen und warmen Bett. Nicht wegen dem anstehenden Tag, Programm, Job, sondern weil der frühe Morgen wirklich nicht meine ideale Tageszeit ist.

Richtig wach werde ich dann unter der Dusche, nach einem Espresso und einer Zigarette. Ich hetze äußerst ungern am frühen Morgen, ich brauche etwas Zeit, um in die Gänge zu kommen. Frühstücken kann ich um diese frühe Zeit (ca. 5.30 Uhr aufstehen) noch nicht, ich habe schlichtweg noch kein Hungergefühl. Spezielle Rituale, um das frühe Aufstehen erträglicher zu gestalten, habe ich keine, bzw. über eine solche Frage aber auch noch nie nachgedacht.

Wenn ich zu spät aufstehe oder sogar verschlafe (kommt äußerst selten vor!) muss ich logischerweise hetzen. Dies mag ich überhaupt nicht, das macht mir den ganzen Tag kaputt und ich bin dann irgendwie schlecht gelaunt.

Auch darüber habe ich noch nie nachgedacht, ob es schöner ist in einer Partnerschaft, beim Aufwachen, bzw. Aufstehen. Es ist schön, meiner Frau im Bett einen Guten-Morgen-Kuss geben zu können, aber ich mag es nicht so sehr, wenn sie gleichzeitig mit mir aufsteht. Sie möchte (sie ist ein Morgenmensch) dann mit mir reden aber ich nicht, ich brauche noch meine Ruhe, um wachzuwerden, in meinen Gedanken herumschweifen zu können.

Sex am morgen früh haben wir nicht, an den freien Tagen mag ich es aber sehr, noch etwas mit ihr zu kuscheln. Dies kommt allerdings nicht so viel vor, da sie an meinen freien Tagen oder in den Ferien meistens vor mir erwacht und dann aufsteht.

Natürlich kommt es ab und zu vor, dass ich nicht besonders motiviert bin, um zu arbeiten, z.B. der erste Arbeitstag nach Ferien. Dies legt sich aber meistens, sobald ich Büro angekommen bin. Grundsätzlich gehe ich immer noch gerne arbeiten, weil ich weiß, dass meine Kenntnisse und meine langjährige Erfahrung in der Firma geschätzt werden. Ein Tag wird für mich dann schön, wenn ich genug lange schlafen konnte, die Sonne scheint und ich mich auf etwas Schönes freuen kann.


Ich war und bin schon immer eine Frühaufsteherin gewesen. Von daher fällt es mir sogar leicht, täglich um 5 Uhr aufzustehen. Es quält mich nichts und ich denke auch nicht darüber nach.

Es ist, wie es ist, da dies mein freiwillig gewähltes Leben ist. Inkl. aller anfallenden Aufgaben und Tätigkeiten. Ich freue mich auf den Tag und starte mit einem heißen Kaffee. Duschen, Zähneputzen, anziehen, Klamotten packen und ab geht's. Ich frühstücke meist erst gegen 10 oder 11 Uhr oder starte auch mal mit Mittagessen.

Im Sommer liebe ich es, am frühen Morgen den 1. Kaffee auf dem Balkon in aller Ruhe und Stille zu genießen. Liegt mein Partner neben mir, dann kann und darf der Morgen gern mit Sex beginnen und erst dann gibt es den 1. Kaffee.

Am Wochenende stehe ich meist genauso früh auf. Kaffee genießen und dann ab zum Sport. Erst danach wird in aller Seelenruhe gefrühstückt. Ich liebe die sportliche Bewegung am Morgen.

Es gibt für mich nicht einfach nur das eine Ritual, da alle Möglichkeiten am Morgen ihre schöne Seiten haben. Eben alles zu seiner Zeit.


Was macht einen Tag gut?

  • Eine Erkenntnis
  • Ein intensives Wohlgefühl
  • Eine Extase (z.B. Geilheit, aber auch Freiheit)
  • Ein Moment der Freiheit
  • Das bewußte Nutzen der Freiheit, das eigene Leben (noch im Alter, oder gerade im Alter) zu gestalten
  • Das intensive Ausleben von Emotion
  • Das Meistern einer Herausforderung
  • Das freiwillige Annehmen einer Herausforderung
  • Ein intensiver Geschmack (z.B. Tee mit Kardamon)
  • Ein ausgepowerter Körper ("Fliegen" durch Sport, Wandern, BDSM, Sex)
  • Mut & die Freiheit, sich etwas "trotzdem" zu trauen
  • Das Gefühl, einem Menschen oder einer Gruppe wirklich willkommen zu sein (Annahme, Zuneigung, Liebe: "deshalb" und "trotzdem")
  • Sinnlichkeit und/oder Romantik
  • Beschwingtheit und/oder Verliebtheit
  • Eine Erinnerung, die angenehme Gefühle hervorruft und Selbstakeptanz (z.B. Glück)
  • Das Wissen, "es" verdient zu haben (weil man etwas dafür getan hat)
  • Miteinander: Aktives Lieben (Fürsorge, Gemeinschaftsbildung) und passives Lieben (Hingabe, Vertrauen)
  • Mitsich: Selbstfürsorge, Selbstakzeptanz

Was beeinträchtigt einen Tag?

  • Depression & Resignation
  • Mißgunst anderer (insbesondere, wenn gerade etwas "gut" ist, s.o.)
  • Unsicherheiten & Entscheidungsnöte
  • Bedürftigkeiten ohne Erlösung (z.B. aus Selbstzweifel, -verachtung, -haß heraus)
  • Existentielle Ängste (diffus)
  • Existentielle Sorgen (konkret)
  • Rückschritte und Rückfälle
  • Zwangs- und Suchtverhalten
  • Alltagsbetäubung, Alltagstrott ohne Lichtblick
  • Gesundheitliche Probleme & Schmerzen (z.B. Rückenleiden, Migräne)
  • Die Trauer oder Sorge um einen lieben Menschen
  • Berufliche oder private Überlastung
  • Das Begehen von Lüge, Betrug oder Verrat
  • Das Willfahren von Ungerechtigkeit
  • Ein Absturz ohne Auffangen (z.B. im BDSM)
  • Asymmetrische Liebe bei "falscher Hoffnung" (im Poly-Kontext kann Asymmetrie einvernehmlich sein!)


Working day morning has to start rapidly otherwise I will be half-sleep all day - espresso without sugar, cold water and music on the way to work.

Weekend/holiday starts slow. Observing the wind in trees through the window opposite to the bed, lazy but sensual sex (mostly spoon position), hot black tee and sweets.


Wenn ich mich auf etwas freue, fällt es mir leicht aufzustehen. Oder wenn ich einen Termin habe. Sonst bleibe ich noch im Bett, manchmal Stunden.

Ob ich masturbiere, ist davon abhängig, ob ich durch die Erlebnisse der letzten ein/zwei Tage dazu inspiriert werde oder durch das Bedürfnis nach ein paar Glücksgefühlen/Geborgenheit.

Ich nehme mir viel Zeit im Bad und beim Frühstückmachen und Snacks einpacken. Sehr gesund soll es sein und lecker. Früchte, Gewürze, Quark/Kokosmilch. Als Snacks noch Nüsse, Käse, etc.

Essen dann erst im Büro. Zuhause müsste ich beim Frühstücken auf die Uhr schauen und dann mit vollem Bauch auf dem Fahrrad strampeln. Nein, dann lieber im Büro ankommen und beim Einlesen in die Aufgaben des Tages mein leckeres Essen löffeln.

Ideal wäre, nach dem Aufsehen zu Hause an einem Herzensprojekt zu arbeiten, von dem ich kaum erwarten kann, dass es weiter Form annimmt. Das hatte ich aber nur selten im Leben. Meist ist keine Zeit/Inspiration da für solche Herzensprojekte, neben Lohnarbeit, Beziehungen, etc.

Manchmal übernachte ich bei meiner Spielpartnerin im Gästezimmer. Nachdem sie wach ist, kommt sie dann zu mir ins Bett und benutzt mich - das ist eine prima Kombination!

Mit einem lieben Menschen aufzuwachen ist schön kuschelig. Dann die Innigkeit in Sex umzuwandeln ist auch eine Idealvorstellung, die immerhin selten mal wahr wird. Aber meine Schlafqualität leidet deutlich, wenn ich nicht alleine im Bett bin.


Ich bin in einer Familie aufgewachsen, die über ein tristes Leben mit vermeintlich freudvollen Begriffen hinwegtäuschte. Wenn etwas "schön" oder "harmonisch" Genanntes nie gute Gefühle auslöste, entwickelt ein derart erzogenes Kind eine natürliche Abneigung gegen alles, was sich als Schönheit oder Harmonie anpreist.

Wenn ich mich frage, was meinen Tag "gut" oder "schön" machen könnte, fällt mir wenig ein. So, wie man es bei mir daheim getan hat, bringe ich "den Tag halt hinter mich." Um etwas wirklich Gutes zu erfahren, brauche ich die Absolution des Fremden - einer fremden Umgebung, eines anderen Menschen.

So entdecke ich, dass Beziehungspartner/innen sich den Tag versüßen durch ein ordentliches Frühstück. Wenn das erstmal auf dem Tisch steht, kann ich es dort auch mit Lust genießen. Müßte ich mir aber daheim ein solches zubereiten, kommt zunächst der Ekel hoch - denn der Gedanke an ein "ordentliches Frühstück" ist so negativ besetzt, dass ich mich nicht überwinden kann, für "sowas" irgendwelche Aufwände zu betreiben. Werde ich also nicht vom Frühstück überrascht, ohne zuvor ein Wort gehört oder gedacht zu haben, blockieren mich meine eigenen Vorurteile.

Ich bin jetzt Mitte 40 und möchte lernen, zu leben…


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