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Vaginal-Fisting: Meine Erfahrungen (privat & professionell)

Kürzlich gab ich einem Online-Magazin ein Interview zum Thema Vaginalfisting. Ich wurde zwar insgesamt recht zutreffend, aber doch in Kleinigkeiten inkorrekt und zudem deutlich gekürzt zitiert. Anbei finden Sie meine gesprächsvorbereitenden Notizen, die Ihnen einen umfassenderen Einblick geben.

Ich habe schon wundervolle Vaginal-Fisting-Sessions erlebt, bei denen ich passiv von aktiven Frauen oder Männern gefistet wurde - und trotzdem würde ich niemandem eine Zusage geben, dass er oder sie mich fisten kann.

Man kann Fisting sehr langsam mit viel Gleitgel betreiben, die Möse immer weiter dehnen. Ich achte dann immer sehr darauf, wieviel der Körper gerade zuläßt. Es ist kein Wettbewerb, wo es um ‘höher - schneller - weiter’ geht, sondern es geht darum, der passiven Frau genügend Wohlgefühl zu verschaffen, dass sich ihre Fotze weitet.

Ich spreche übrigens von “Fotze” immer erst dann, wenn es um kraftvolle, selbstbestimmte Sexualität geht. Für mich ist “Fotze” ein Kraftausdruck im Sinne von kraftvoller Stärke. Power. Für mich ist Fotze also kein Schimpfwort, sondern ein dynamisches Wort, das einen bestimmten, sehr aktiven Zustand des Geschlechtsteils beschreibt. Mir ist bekannt, dass das Wort Fotze denselben Wortursprung wie “Pfütze” hat, aber ein lustvolles weibliches Geschlechtsteil kann ja tatsächlich auch patschenass sein - “Fotze” ist für mich also das Analogon zu “Ständer”, während “Möse” nicht den erregten, begehrenden Zustand beschreibt, sondern allgemeiner gefasst ist, und somit eher das Analogon zu “Schwanz” ist.

Ich habe auch schon Sessions erlebt, in denen gar kein Fisting geplant war, sondern wo ich eigentlich nur gefingert werden sollte - und dann rief ich währenddessen “mehr - mehr - mehr” und bat damit um jeweils weitere Finger, bis eben doch die ganze Hand drin war.

Ich mag es meistens am liebsten, wenn die Hand komplett eingeführt ist und sich dann langsam dreht. Das streift schön am G-Punkt entlang. Seltener kommt es vor, dass ich wirklich das heftige Stoßen vorwärts-rückwärts, also im wahrsten Sinne einen “Faust-Fick”, mag.

Insgesamt werde ich seltener von einzelnen Frauen gebucht als von einzelnen Männern. Aber in den letzten Jahren gibt es doch zunehmend weibliche Kundschaft, das ist schön! Teilweise wollen sie BDSM, teilweise wollen sie einfach möglichst viele Orgasmen, und manchmal wollen sie eben Praktiken wieder erleben oder erstmals ausprobieren, wie z.B. das Vaginalfisting. Solche Sessions biete ich auch für Paare an, wahlweise als reines Verwöhn-Programm oder auch als Workshop, wo es dann auch mehr Erklärungen gibt und Sequenzen, wo die Frau Rückmeldungen gibt, was sie bei meinen Berührungen besonders mag und dann der Mann versuchen kann, das nachzumachen.

Grundsätzlich biete ich meinen Kunden und Kundinnen besonders gerne aktiv an, was ich auch privat selbst gern passiv mag. Das ist für Kundinnen beim Vaginalfisting definitiv gegeben…

Ich gehe davon aus, dass grundsätzlich jede gebärfähige Frau gefistet werden kann. Wo ein Kinderkopf hineinpasst, passt auch eine Faust hinein. Aber während bei Geburten Schmerzen selten vermieden werden können, sind Schmerzen beim Fisting ein Grund zum Rückzug oder zumindest zum Verlangsamen. Zumindest, wenn die Schmerzen ein Lustschmerz-Ausmaß übersteigen. Und was noch Lustschmerz oder schon ekliger Schmerz ist, ist sowohl von Frau zu Frau als auch von Situation zu Situation unterschiedlich. Ich taste mich mit der Hand voran und achte nicht nur auf die Empfindungen an meiner Hand, sondern auch auf Gesichtsausdruck, Laute und Bewegungen der Frau.

Wenn ich selbst gefistet werde, erwarte ich, dass der aktive Partner oder die aktive Partnerin ebenso aufmerksam mit mir umgeht und erkennt, wann Zustoßen angesagt ist und wann eher ein Spreizen der Finger.

Es gibt auch Sessions, in denen ich das alles gern mit Worten kommentiere. Aber manchmal törnt es ab, wenn zuviel geredet wird. Auch darüber muss man sich verständigen.


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