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Nach mehrmonatiger Pro-Inkontinenz-Therapie via Skype

Die folgende Dankes-Email rührte mich zutiefst. Der Verfasser derselben hatte eine sich schleichtend entwickelnde Inkontinenz bei sich entdeckt, die bis zu einem gewissen Grad noch kontrollierbar geblieben war. Zeitgleich waren gummi- und windelfetischistische Tendenzen, die bereits seit seiner Kindheit in ihm schlummerten, in ihm hervorgebrochen. Sowohl über die Krankheit als auch über die Fetisch-Lust, über die Ambivalenzen und die Sehnsüchte, hatte er sich über längere Zeit hinweg in 2- bis 3-wöchigen Abständen mit mir via Webcam-Chat ausgetauscht. Unsere Sitzungen hatten sich dabei an therapeutischen Gesprächen eher als an Sessiongepflogenheiten orientiert. Natürlich bin ich keine ausgebildete Psychologin und dies war dem Klienten auch bewußt und bekannt, aber es ging um mein Mitdenken, Hinterfragen und mein Brainstorming, wie die Inkontinenz sowie der Fetisch besser akzeptiert und ins persönliche und soziale Leben integriert werden könnten. Auch um Impotenz vs. Keuschhaltung drehten sich einige unserer Beratungen.

Ich bedaure zutiefst, daß die Erziehung unterbrochen werden muss - wir hatten uns gerade darüber verständigt, alsbald einmal trotz weiter Entfernung ein persönliches Treffen zu planen. Aber aufgeschoben ist vielleicht nicht aufgehoben, und ich hoffe sehr, daß er bald ein Licht am Ende des Tunnels sieht und ich seine Selbstfindung, -akzeptanz und -verwirklichung weiter unterstützen und begleiten darf. Auch er hofft zu gegebener Zeit auf eine Fortsetzung und hat mir gestattet, die (lediglich um ganz private Details gekürzte) Email hier zu publizieren. Darüber freue ich mich besonders, weil ein solches Skype-Coaching auch für mich ein neues Projekt war.

Sehr geehrte Sara

Es hat lange gedauert, bis ich mich bei Ihnen melde. Wie ich Ihnen in früheren Gesprächen schon angedeutet hatte, hatte ich in den letzten Wochen aufgrund eines schweren Schicksalsschlags eine arg anstrengende und verwirrende Zeit. Die neue Situation hat nun für mich im nächsten halben Jahr absolute Priorität, zudem ergeben sich daraus unplanmäßige finanzielle Belastungen. Ich muss und will nun meine Träume und Phantasien hintenanstellen.

Trotz allem wollte ich Ihnen sagen, dass die letzten 7 bis 8 Monate mit den Gesprächen mit Ihnen mich ein gewaltiges Stück voran gebracht haben. Ohne diesen Austausch wären viele Schritte, die ich in dieser Zeit gemacht habe, nicht möglich gewesen. Dafür bin ich Ihnen sehr dankbar. Mich einem Urologen anzuvertrauen wäre schätzungsweise ohne die sachlichen Gespräche mit Ihnen nie möglich gewesen. Dadurch habe ich einen Riesenschritt vollziehen können. Danke auch für ihre professionelle Seriosität, die unseren Austausch nicht einfach an der Oberfläche haften liess. Ich hatte nie das Gefühl, irgendwie belächelt oder bespielt zu werden.

Ich bin momentan emotional stark durch die Veränderungen beeinflusst. Ich hoffe, ich konnte Ihnen trotz dieser Verunsicherung schlüssig darlegen, weshalb ich bis auf weiteres unseren Chatkontakt unterbrechen muss.

Ich grüsse Sie ganz herzlich und hoffe, dass Sie mir nicht böse sind. B.


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