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BDSM-Session verglichen mit einer "Oper in 5 Akten"

Lady Sara ist nach ihrem Selbstverständnis keine klassische Domina, sondern eine Gestalterin von Träumen und in ihrer sexuellen Ausrichtung flexibel. Ich bin da total unflexibel und strikt heterosexuell, lasse mich gerne fesseln und träume von Sex mit unnachgiebigen weiblichen Maschinen. Meine stärksten Fetische sind Latex, raschelnde Stoffe und Sneaker. Schmerzen finde ich scheußlich. Nachteilig ist für mich, dass weibliche Maschinen mit einem Faible für Latex selten sind.

Dennoch wäre ich nie auf die Idee gekommen, eine Domina als Gespielin zu suchen, hätte ich mich nicht per Zufall auf der Website von Lady Sara wiedergefunden. Da ploppt bald der Inbegriff aller Maschinenkreaturen auf und jagt einem Schauer durch und durch: der Bondagebock alias die Lustmaschine. Dieses Tier wird dirigiert und gebändigt von einer sensiblen und einfühlsamen Domina namens Lady Sara – ich hoffte auf ein Wunder und wurde nicht enttäuscht.

Die Kontaktaufnahme verlief unproblematisch per Mail. Wir einigten uns rasch, für den Urknall 24 Stunden vorzusehen, was sich als knapp herausstellte. Lady Sara forderte mich auf, Vorschläge für das Libretto zu machen, und daran habe ich mich gehalten. Meine Ideen wurden freundlich aufgenommen und mit Leben erfüllt. Mehrfach kam es zu heftigen Missverständnissen, die freundlich aber bestimmt ausgeräumt wurden. Dies gab mir Sicherheit und ließ meinen Mut wachsen, vor der Domina zu bestehen.

Der Spielort: ein verwunschenes Haus mit einem Studio unter dem Dach mit unzähligen Requisiten. Einzig Rosenranken wie bei Dornröschen fehlten. Um 9 Uhr die Overtüre: Ein Kaffee zum Kennenlernen, eine Dusche zum Wachwerden und die Verkleidung mit einem Latex-Catsuit.

Und dann begann schon der 1. Akt. Wie erhofft erkundete ich unter Anleitung von Lady Sara die Luststation und fixierte mich darauf selbst mit breiten Flugzeug-Sitzgurten, um ihr die Arbeit zu erleichtern. Bei meiner letzten freien Hand wurde sie dann selbst aktiv und parkte meine Finger zwischen verschiebbaren Blöcken, die nicht nachgaben. Dann hatte sie mich da, wo ich sein wollte: völlig wehr- und willenlos. Bewegen konnte ich nichts mehr, allenfalls mit dem Hintern wackeln. Das Gefühl war unbeschreiblich und löste bei mir Muskelzittern aus – verursacht von dem Vorgefühl, was jetzt gleich passieren würde …

Der 2. Akt war retardierend im Latex-Schlafsack. Nach dem Aufpumpen schwebte ich, konnte mich kaum bewegen und fühlte mich geborgen, obwohl mich Lady Sara deutlich ihre Macht spüren ließ. Also unterlegen und sicher zugleich – eigentlich widersprüchliche Empfindungen! Zwischenzeitlich umschmeichelte Lady Sara mich mit erotischen Einflüsterungen, die meine Erregung ins Unermessliche steigerten.

Der 3. Akt war eine Latex-Bizarr-Massage mit für mich völlig neuen Elementen. Die behalte ich besser für mich, weil man in einem verwunschenen Schloss nicht alle Zimmer und Kammern öffnen kann, ohne dass der Zauber vergeht.

Wie bei jeder Oper gab es Pausen nach dem ersten und dem dritten Akt, die zu Ausflügen in benachbarte Lokale genützt wurden. Passive Erotik geht auch durch den Magen, und Zeit und räumlicher Abstand waren ideal, um das weitere Drehbuch abzustimmen.

Im 4. Akt war ich der einzige Zuschauer einer spektakulären Latex-Modenschau. Um nicht unangenehm aufzufallen, wurde ich mit einer Latex-Zwangsjacke auf einem Stuhl fixiert. Ein aufpumpbarer Butterfly-Knebel verhinderte spontanen Beifall. Meine Aufmerksamkeit für Lady Sara wurde etwas von der Venus abgelenkt, die vor mir auf einer Standplatte fixiert war und der ich nicht entkommen konnte, obwohl sie in slow motion lief.

Nach dem vierten Akt war es gegen 2 Uhr Zeit ins Bett zu gehen. Ich muss gestehen, die Oper hatte mich emotional und körperlich völlig erschöpft. Der ursprüngliche Plan, im Segufix zu schlafen, wurde deshalb zugunsten einer bitter nötigen Erholungsphase von 4 Stunden aufgegeben.

Aus dem Tiefschlaf dann der 5. Akt um 6.30 Uhr: Ein early morning revival auf der Luststation mit halluzinatorischen Elementen, an die ich mich nur unvollständig erinnere. Andeutungsweise wurde aber klar, dass Butterfly-Knebel und Kaffetrinken nicht zusammen passen. Große verspiegelte Brillen ermöglichen es, sich selbst darin zu sehen, während die Augen der Domina verborgen bleiben. Deshalb konnte ich nicht sehen, ob sie nun gut gelaunt war oder nicht, und musste mich auf das Erfühlte verlassen …

Zusammenfassend ist Lady Sara eine Domina, die auch zart sein kann. Das war sehr schön für mich und ich kann mich nur bedanken. Meine zaghaften Ideen wurden von ihr wunderbar aufgegriffen und perfekt in Szene gesetzt. Bravo, stehender Applaus!


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