Definitionen

Auf dieser Seite definiere ich für mein Angebot speziell geprägte Begriffe (wie z.B. Plauderzeit, Solonutzung etc.)

Desweiteren erläutere ich Konzepte aus der BDSM-Community, die ich auch meinem Angebot zugrunde lege (z.B. RACK).

Und einige Begrifflichkeiten rund um BDSM, Sexualität und/oder Beziehung analysiere ich einfach, weil es mir Spaß macht, sie von anderen Begrifflichkeiten sauber abzugrenzen oder weil ich ihrem Wortursprung oder ihren kontextuell verschiedenartigen Bedeutungen gern tiefer auf den Grund gehen möchte.

Dabei habe ich Überbegriffe alphabetisch geordnet, Unterbegriffe allerdings kontextabhängig zugeordnet.

A-a

Anzahlung

Eine Anzahlung bezeichne ich einen kundenseitig vorab zu überweisender bzw. anderweitig zu entrichtender Betrag, der im Falle einer kundenseitigen Stornierung diesem zwar nicht zurückerstattet wird, aber abzüglich des fälligen Stornogeldes dann weiterhin als Anzahlung für einen gleichwertigen Ersatztermin bestehen bleibt. (Sofern ich einen Termin, für den eine Anzahlung geleistet wurde, meinerseits storniere, erstatte ich Ihnen die volle Anzahlung zurück und lasse Ihnen zudem noch den meinerseits fälligen Stornobetrag zukommen.)

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B-b

Begehrensmuster

Man kann nicht in der Gegenwart definitiv wissen, wen man in Zukunft begehren wird. Man kann aber aus der Vergangenheit -sowohl aus realen Erfahrungen als auch aus Träumen/Sehnsüchten- ableiten, welche Charakterista für zukünftig begehrte Personen mit hoher Wahrscheinlichkeit zutreffen werden und welche mit hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen sind. Platt gesagt faßt das Begehrensmuster zusammen, "auf wen man steht". Das kann so etwas sein wie: "Ich begehre meist heterosexuelle Männer mit aktiver BDSM-Neigung, politisch eher links orientiert, akademisch gebildet, kulturell interessiert - auf gar keinen Fall würde ich etwas mit einem Rechtsradikalen anfangen können." Das Begehrensmuster kann sich z.B. auf biologisches Geschlecht und Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung und Ausrichtungen, Aussehen, Charakter und/oder Lebensstil beziehen - sowohl mit "Must-have"-, "No-go"- und "Wäre schön"-Aussagen.

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Beziehungsformen

Zu den Beziehungsformen zähle ich z.B. Affäre, Playpartnerschaft, Liebesbeziehung, Sexbeziehung, Friendship with benefits, Ehe. Diese können exklusiv (monogam bzw. oligogam), polyamor und/oder offen (= promisk) gestaltet werden. (Details werden noch nachgetragen oder können bei Bedarf bei mir im Coaching erfragt werden. Gerne biete ich auch Beziehungsberatung für Paare, Singles oder Polyküle an!)

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BDSM (im engeren Sinn, im weiteren Sinn)

Der Begriff BDSM ein umfassender Begriff, der B&D (= Bondage & Discipline), D&S (= Domination & Submission) und S&M (= Sadismus & Masochismus) enthält - und oftmals sogar auch noch zusätzlich als Überbegriff für Fetischerotik und Erotik-Rollenspiele und ggf. weitere Praktiken mitverwendet wird. Welche weiteren Praktiken dabei einbezogen werden, hängt vom jeweiligen Sprecher/in bzw. Autor/in ab - manch eine/r schließt alle "perversen" Praktiken ein und manch eine/r alle einvernehmlichen bzw. alle einer BDSM-Ethik unterliegenden Praktiken. Wobei dann natürlich noch "Perversion" bzw. "BDSM-Ethik" zu definieren sind.

Ich spreche von "BDSM im engeren Sinn", wenn ich mich ausschließlich auf B&D, D&S und S&M beziehen möchte. Entsprechend subsummiere ich unter "BDSM im weiteren Sinn" alle Session-Aktivitäten oder TPE/EPE-Konstellationen, bei denen mindestens eine/r der Beteiligten sich bewußt(!) an BDSM-Standards/Ethiken hält. Unter Umständen bezeichne ich also sogar "Blümchensex" als "BDSM im weiteren Sinne", weil ich BDSMerin bin und die zugehörigen Ethiken immer berücksichtige.

(Manchmal unterscheide ich noch "BDSM im weiteren Sinn" als "BDSM jenseits der Klischees" von "BDSM im weitesten Sinn" - nur im letztgenannten Fall beziehe ich dann symmetrische Vanilla-Praktiken ein.)

Der in der Privatszene gebräuchliche Begriff "Kink" bzw. der in der kommerziellen Szene gebräuchliche Begriff Bizarr-Erotik sind ziemlich deckungsgleich mit meinem Verständnis von "BDSM im weiteren Sinn" bzgl. der Praktiken. Nicht alle Menschen, die sich als Kinksters bzw. Bizarr-Erotiker/innen verstehen, reflektieren und verinnerlichen aber explizite BDSM-Ethiken/Standards so bewußt, wie ich es bei der Verwendung des Begriffs "BDSM im weiteren/weitesten Sinn" voraussetze. Der ethische Mindeststandard der Freiwilligkeit aller Beteiligten wird jedoch in jedem Falle hochgehalten.

BDSM-Ethik

Die Begriffskombination "Bondage & Discipline" als ursprünglicher Sammelbegriff für das, was heute unter "BDSM" subsummiert ist, und auch die zwischenzeitlich gebräuchliche Abkürzungs-Kombination BDSM wurden von "Betroffenen" geprägt, um sich von von den klinischen Diagnose-Begriffen "Sadismus", "Masochismus" und "Fetischismus" zu distanzieren. Die Ärzte Heinrich Kaan und Richard von Krafft-Ebing hatten am Ende des 19. Jahrhunderts sexuell deviantes Verhalten medizinisch beschrieben und verschiedene Psychopathologien definiert, dafür hatte Krafft-Ebing die Bezeichnungen "Sadismus" und "Masochismus" geprägt in Bezugnahme auf Literatur der Autoren de Sade und Sacher-Masoch. Insbesondere bezeichnete "Sadismus" den -üblicherweise unreflektierten- Zwang oder Wunsch, anderen Menschen -oft gegen deren Willen- Schmerz zuzufügen und daran sexuelle Lust zu empfinden.

Verständlicherweise können sich Menschen, die einvernehmlich und verantwortungsbewußt das miteinander praktizieren, was heute meist als BDSM bezeichnet wird, damit nicht identifizieren. (Übrigens verwehrte sich auch bereits Masoch erfolglos dagegen, Namensgeber für die von Krafft-Ebing beschriebene Erkrankung zu sein.)

Die Studien der Ärzte fußten zudem auf Personen, welche sich ihnen wegen eines Leidensdrucks freiwillig als Patienten anvertraut hatten oder welche straffällig geworden waren. Folglich hatten diese Ärzte keine Einblicke (oder zumindest keine objektive Forschungsstatistik) in das (oder bezüglich dessen), was möglicherweise schon damals einvernehmlich und verantwortungsbewußt, aber "hinter verschlossenen Türen" geschah. Eine Community von Gleichgesinnten gab es zum damaligen Zeitpunkt ja noch nicht.

Ein Zusammenschluß von Menschen, die ebenfalls aus aktiver oder passiver Schmerzzufügung Lust gewinnen (oder die anderes sexuell deviantes Verhalten an den Tag legen, welches heute zu "BDSM im weiteren Sinn" oder "Kink" oder "Bizarrerotik" gezählt werden kann), dabei aber ethische Richtlinien beachten wollen und beachten und keinen krankhaften Zwangsverhaltensweisen unterliegen, bildete sich erst später -möglicherweise durchaus angeregt von der medizinischen Diagnostik, was ein nicht allzu untypisches Paradox wäre: Der Zusammenschluß erfolgt, um sich gegen eine Fehlzuschreibung gemeinsam zu positionieren.

Wichtigster Bestandteil der frühen Positionierung gegen die pauschale Pathologisierung aller Menschen, die Schmerzlust und/oder gewisse deviante Praktiken mögen, war das Formulieren einer gemeinsamen Ethik. Diese enthält als Mindestbestandteil die Freiwilligkeit aller Beteiligten (= Einvernehmlichkeit).

Als BDSM-Ethiken bezeichne ich ethische Richtlinien, welche von Menschen aufgestellt und ausformuliert wurden, die sich zur BDSM-Community zusammengeschlossen haben in Abgrenzung zu den von Krafft-Ebing etc. beschriebenen Krankheitsbildern und auch in Abgrenzung zu den von de Sade beschriebenen uneinvernehmlichen Gewalttaten. Die bekanntesten BDSM-Ethiken sind ssc (safe-sane-consensual) und [link 232#rack]rack (risk-aware consensual kink)[/link]. Beide betonen die Fremd- und Selbstverantwortlichkeit zusätzlich zur Einvernehmlichkeit noch stark.

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Bizarr, Bizarr-Erotik

"Bizarr" ist das deutschsprachige Äquivalent zu "kinky". Allerdings wird der Begriff "Bizarr-Erotik" primär in der deutschsprachigen kommerziellen Studioszene verwendet, während "Kink" sowohl in der englisch- als auch deutschsprachigen Privatszene (mehr oder weniger) gebräuchlich ist.

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Business-Projekt

Die meisten meiner BDSM-Dienstleistungen richten sich an Privatpersonen. Doch da ich auch als freiberufliche Redakteurin, Informatikerin und Marketing-Expertin tätig bin, kann ich mich auch - bei Bedarf in Zusammenarbeit mit einem professionellen Webdesigner und Fotografen - in diesen Bereichen freiberufliche Auftragsarbeiten für Unternehmen anbieten.

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C-c

Coaching

Als Coaching bezeichne ich Beratungsgespräche und/oder Praxisworkshops, die ich teils allein, teils mit Partner/innen durchführe. Zunächst ist ein Erstgespräch in Form eines regulär vergüteten Plauderdates zwingend erforderlich, danach erhalten Sie ggf. ein auf Ihre Bedürfnisse massgeschneidertes Angebot.

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Covern / Cover-Service

"Covern" heißt übersetzt: versichern, abdecken. Wenn sich im erotischen und/oder sadomasochistischen Kontext eine Person von einer anderen Person oder einer spezialisierten Agentur "covern" läßt, dann bedeutet dies meistens, dass vor einem geplanten Date (z.B. Blind Date mit einer noch völlig unbekannten Person) oder einer geplanten autoerotischen Handlung für eine im Voraus festgelegte Uhrzeit ein Anruf (seltener: ein Besuch oder ein anderes Signal) vereinbart wird, der zur Bestätigung dient, dass (noch) alles in Ordnung ist bzw. dass das Date bzw. die Solo-Session heil überstanden wurden.

Bleibt der Anruf (oder die vereinbarte Kontaktaufnahme bzw. das vereinbarte Signal) aus bzw. kann die zu covernde Person nicht erreicht werden, reagiert die covernde Person bzw. Agentur in einer zuvor ebenfalls vereinbarten Weise: meistens durch direkte Alarmierung der Polizei.

Finden z.B. bei einem Date mit einem Unbekannten uneinvernehmlicher Mißbrauch, Nötigung, Vergewaltigung o.ä. statt oder ist es bei einem autoerotischen Vorhaben zu einem BDSM-Unfall gekommen, kann dies innerhalb einer vergleichsweise kurzen Zeitspanne entdeckt werden. Bedenken Sie aber bitte, daß auch eine "vergleichsweise kurze Zeitspanne" je nach Praktik/Risiko (u.U. lebensgefährdend!) zu lang sein kann. Entscheiden Sie sich im Sinne von risk-aware consensual kink stets sehr bewußt, welche Risiken Sie eingehen möchten und selbstverantwortlich eingehen können, und welche Gefahren Sie aus Vernunftgründen meiden sollten.

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D-d

Dirty / Dirty Play / Dirty Sex

Die Begriffe "Dirty", "Dirty Sex" oder "Dirty Play" sind nicht eindeutig definiert. Manchmal verwenden Leute das Wort "dirty" (englisch: schmutzig) als Synonym für "geil" oder "versaut, manchmal beziehen sie es auf Fäkal-Erotik (Spiele mit Kot und Urin), manchmal nur auf Spiele mit Kot und Erbrochenem (KV & Vomit). Ich schließe mich der letztgenannten Definition an.

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E-e

Escort

Wörtlich übersetzt heißt "Escort" einfach nur "Begleitung". Im Kontext von Sexworking ist Escort meist auf erotische Haus- und Hotelbesuche bezogen. Eine Escort-Agentur vermittelt typischerweise zwischen selbständigen Callgirls bzw. Callboys und deren Kund/inn/en. Eine solche Agentur ist aber, falls Sie mich buchen, nicht involviert.

Der Begriff "Callgirl" bzw. "Callboy" bezeichnet typischerweise solche Sexworker, die ihre Services nicht in festen Räumlichkeiten anbieten, sondern sich zu verschiedenen Adressen bestellen lassen. (Wörtlich heißt "Callgirl" oder "Callboy" einfach "Rufmädchen" oder "Rufjunge" und ist quasi, ganz platt gesagt, sowas wie "Lieferpizza".) "Callgirl" und "Escortlady" ist in etwa dasselbe, nur sind die "Ladies" meist hochpreisiger als die "Girls".

Im engeren Wortsinn würde ein Haus/Hotelbesuch übrigens kein Escort sein, da der Kunde / die Kundin nicht begleitet, sondern aufgesucht wird. Von Begleitung könnte man eigentlich nur sprechen, wenn man sich vor oder statt dem Besuch z.b. auf einer externen Veranstaltung -meist kultureller Art oder Szene-Event- trifft, z.B. gemeinsam eine Oper oder Bizarrparty besucht. Das wäre dann Event-Escort.

Von Reise-Escort kann zudem gesprochen werden, wenn der/die Sexworker/in als Urlaubs-Begleitung oder als Gefährtin für das Abendprogramm/die Nächte während einer Geschäftsreise engagiert wird.

Ich selbst bezeichne jede SM-Session sowie jeden sonstigen Termin, den ich Ihnen im Rahmen meiner Tätigkeit "BDSM & Kreative Erotik & Beratung" anbiete (also auch Plauderdates, Coachings oder lesbische Vanilla-Erotik), als Escort-Termin, wenn er außerhalb meines eigenen Playrooms bzw. meiner Privatwohnung stattfindet. Somit benutze ich den Begriff "Escort" als Gegenbegriff zu "Empfang", um die Reisebereitschaft zu betonen.

Bei einem Escort vergüten Sie meine Anreisezeit und Anreisekosten (sowie ggf. auch Übernachtungszeit und -kosten) gemäß den "Regeln". Wenn ich allerdings privat oder hauptberuflich veranlaßt sowieso in Ihrer Nähe bin und/oder ich dort passend zu Ihrem Wunschtermin ggf. ein privates Treffen mit Freund(inn)en/Verwandten arrangieren kann, kann dies als situationsbedingte Abweichung die anfallenden Kosten erheblich senken. Meine konkreten oder vage angedachten Reiseziele/zeiten entnehmen Sie bitte meiner Escort-Unterseite.

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I-i

Individualbeschaffung

Als Individualbeschaffungs-Service bezeichne ich es, wenn ich mich für Sie um den Kauf eines Artikels kümmere. Diese Serviceleistung beinhaltet, dass ich nach einem günstigen Anbieter für Sie recherchiere, die Korrespondenz mit diesem übernehme, auf Wunsch Ihre Diskretion gewährleiste (falls z.B. die Zahlung nicht über Ihre Konten erfolgen bzw. die Ware nicht an Ihre Anschrift geliefert werden soll), die Übergabe/Lieferung etc. abwickele, und Sie bzgl. der Produktauswahl bestmöglich gemäß meiner eigenen Kenntnis berate.

Je nachdem, was Sie benötigen, treffen natürlich nicht immer alle der genannten Punkte zu. Wichtig ist zu wissen, dass es sich bei der Individualbeschaffung um eine Serviceleistung handelt, die sich von einem Einzelhandelsgeschäft (gewerblicher Verkauf von üblicherweise neuwertigen Artikeln, die zu Resellerzwecken auf Vorrat angeschafft wurden) oder einem Privatverkauf (Verkauf von üblicherweise gebrauchten Artikeln aus persönlichem Besitz) : wenn Sie mich mit der Beschaffung verbindlich beauftragen, verpflichten Sie sich -sofern nicht explizit anderes zuvor vereinbart wurde- zu dessen Abnahme und zur Vergütung meiner Servicezeit. Üblicherweise benenne ich Ihnen im Voraus einen Kombi-Preis, der beide Kostenpunkte beinhaltet.

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K-k

Kink, kinky, Kinkster, kink-awareness

Der Begriff "kinky" bedeudet wörtlich "verdreht, verworren, verknotet, verknickt" und bezeichnet inhaltlich dasselbe wie "pervers", beleuchtet dies jedoch von einer anderen Seite: Während der Begriff "Perversion" meist abfällig benutzt wird von Gegner/innen der "Perversion", ist "Kink" ein -inzwischen- von den "Betroffenen" (= "Kinkstern") positiv besetzter Begriff. (Vermutlich machte der Begriff denselben Bedeutungswandel von der Fremdbeschimpfung zur nunmehr selbstbewußten oder gar stolzen Selbstbezeichnung hin durch wie beispielsweise die Begriffe "schwul" oder "queer".)

Als "kink-aware" (kink-bewußt) bezeichnet man Menschen, die nicht zwangsläufig selbst "kinky" sein müssen, aber sich mit der Thematik des "Kinks" bereits auseinander gesetzt haben und damit verbundenen Gesprächen und Problemstellungen gegenüber offen und sogar konstruktiv sind - zum Beispiel ist ein Arzt, dem man sich ohne Bedenken auch mit konkreten Fragen zu kinky Sexpraktiken anvertrauen kann, oder ein Tischler, der auch eigene Ideen bzgl. einer guten Umsetzung beim SM-Möbelbau einbringt, ein "kink-aware professional" (= kink-bewußter Profi).

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P-p

Perversion vs. Normalität

Perversion heißt wörtlich genommen "Verdrehung". Dies wird im Sinne von "Nicht-Normales" verwendet. Was in einer Gesellschaft oder einer gesellschaftlichen Gruppe als "normale" Sexualpraktik zählt, hängt von der jeweiligen Gesellschaftskultur und ihren normgebenden Instanzen ab.

Man kann "Normales" über eine moralische Instanz definieren, z.B. die Kirche oder eine Diktatur . Dort gilt die befürwortete "normale" Sexualität z.B. als "von Gott gewollte" Sexualität oder "natürliche" Sexualität" und andere Sexualitätsformen gelten als "widernatürlich" (= pervers, abnormal) oder "entartet". Insbesondere, wenn mit "Natürlichkeit" argumentiert wird, gibt es allerdings schon wieder Schwierigkeiten, was denn "natürlich" sei und meistens schlußfolgern die Redner/innen einfach von sich selbst (und ggf. ihrem engsten Umfeld) auf andere, oder sie übernehmen (sub)kulturelle Werte unhinterfragt. Oft läßt sich auch nicht zweifelsfrei nachweisen, ob eine Veranlagung oder Vorliebe "angeboren" (und somit "natürlich") oder "erworben" (z.B. durch Verführung oder traumatische Erfahrungen) ist.

Neben moralischen Instanzen gibt es noch juristische Instanzen. Diese definieren, welche Sexualpraktiken und/oder Sexualkontakte erlaubt oder verboten sind. Auch dies unterliegt der jeweiligen gesellschaftlichen Kultur und ihrer Moral. Als Beispiele möchte ich Oralverkehr als Sexualpraktik und Homosexualität als Veranlagung aufführen - und auch BDSM. Einige Menschen definieren "nicht-perverse" Sexualität als "alles, was niemandem schadet" - einige weitere setzen dies gleich mit "allem, was erlaubt ist". In einem freiheitlichen Staat wären idealerweise tatsächlich gesetzlich exakt die Praktiken/Kontakte, die anderen Menschen schaden, verboten, während bzgl. anderer Praktiken/Kontakte das Recht auf freie Persönlichkeitsentfaltung gälte - leider ist es jedoch nicht immer zweifelsfrei und erst recht nicht immer verallgemeinernd festzulegen, was ein "Schaden" ist - und außerdem ist unklar, wie bzgl. Praktiken entschieden werden soll, die je nach Kontext "schadhaft" oder "unschadhaft" sein können.

Einige Menschen, die auch "alles normal, was niemandem schadet" finden, berufen sich dabei nicht auf das Gesetz oder auf die Kirche, sondern auf eine andere persönliche oder subkulturelle Ethik. Insbesondere sind hier die BDSM-Ethiken [link 232#ssc]ssc[/link 232#ssc] und rack zu erwähnen.

Man kann "normal" auch als "der statistischen Norm entsprechend" definieren. Eine neutrale wissenschaftliche Studio kann demgemäß ergeben, was in einer bestimmten kulturellen Epoche und einem bestimmten Erhebungsgebiet eine "normale" und was eine "norm-abweichende" (= perverse) Sexualpraktik ist. Eine (erhebliche) statistische Normabweichung wird auch als Devianz bzw. im medizinischen Fachterminus als Paraphilie bezeichnet.

Ich spreche ungern von "Perversion" (lieber von "Kink") oder von "Normalität" oder "Norm". Wenn ich es doch tue, beziehe ich mich meist auf die statistische Definition.

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Plauderdate / Plauderzeit

Als Plauderdates bezeichne ich alle Treffen oder Telefonate, die keiner intensiven Vor-/Nachbereitung meinerseits bedürfen und die nicht als Session (Live-Session oder Fernerziehung) oder Coaching oder Verkaufsstöberdate zu verstehen sind. Üblicherweise dienen Plauderdates dem gegenseitigen Kennenlernen oder besonders intensiven Sessionvorabsprachen oder -nachgesprächen. Hier wird zwar meine Zeit vergütet, jedoch orientieren sich die Preise hierfür an meinem Zeithonorar für einfachen Nachhilfeunterricht und liegen somit deutlich unter Session- oder Coaching-Honoraren.

Mit gleichem Honorarsatz rechne ich auch Reisezeiten zu Escort-Terminen oder Pausenzeiten in Langzeit-Erziehungen oder Aufbauzeiten für Seriouskit Milker, Seriouskit Vacsuit und Bondagebock ab, so dass ich diese ebenfalls als Plauderzeit bezeichne, auch wenn währenddessen nicht geplaudert wird.

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Play bzw. Session

Die Begriffe Play bzw. Session verwende ich relativ synonym für meine zeitlich abgeschlossene Aktivitäten aus den Bereichen BDSM (im engeren Sinne sowie jenseits der Klischees) und/oder Vanillasex. Mir ist jedoch bewußt, daß Menschen, die reine Vanillas sind, diese Begriffe nicht für ihre entsprechenden Aktivitäten benutzen.

Der Begriff "Session" betont eher den zeitlich begrenzten Charakter einer solchen erotischen Aktivität, der Begriff "Play" betont eher den BDSM-Charakter (und zwar die Aspekte, die eher das "Spielen innerhalb und jenseits der Klischees" als das "Leben von TPE" betreffen - vergleiche für nähere Infos auch D/S spielen oder leben).

Einige Tantriker/innen können ihre Aktivitäten mit dem Begriff "Session" ebenfalls in Einklang bringen, aber eher nicht mit dem Begriff "Play".

Playdate

Als Playdate bezeichne ich sowohl einen Termin, an dem ich mit jemandem zum Play verabredet bin als auch eine Person, mit welcher ich anläßlich eines konkreten Termins zu einem Play verabredet bin. "Ich habe morgen ein Playdate" bedeutet für mich "Ich bin morgen zu einem Play verabredet", während "Das ist mein heutiges Playdate" = "Das ist die Person, mit der ich heute zum Play verabredet bin."

Tatsächlich verwende ich den Begriff "Playdate" häufiger für rein private Zusammenhänge - im privat-professionellen Kontext würde ich meistens "Kundendate" oder "Buchung" bzw. "Kundensession" oder, wenn der Kontext bekannt ist, einfach "Session" sagen. (Zur Unterscheidung zwischen rein privatem BDSM und privat-professionellen BDSM siehe auch diesen Blogbeitrag.) Manchmal betone ich allerdings auch ganz bewußt bei einem rein privaten Playdate den privaten Charakter (oft nur, indem ich es "privates Playdate" nenne, nicht "rein privates Playdate", weil dies häufiger mehr Verwirrung stiften würde.)

Playpartner

Als Playpartner/innen bezeichne ich hingegen alle Menschen, mit denen ich gespielt habe und/oder regelmäßig spiele. Egal, ob es sich um privat-professionelle Plays oder um rein private Plays handelt. Die Gesamtheit meiner (ehemaligen und regelmäßigen) Playpartner/innen umfasst also meine (ehemaligen und regelmäßigen) Kund/inn/en, meine (ehemaligen und regelmäßigen) Affären, meine (ehemaligen und regelmäßigen) Liebesbeziehungen und alle (aktuellen oder ehemaligen) einmaligen privaten sowie professionellen Playdates.

Playroom, Playparty, SM-Studio, Studio-Party

Als Playroom bezeichne ich einen Raum, der für BDSM-Plays bewußt eingerichtet und/oder vorbereitet wurde, in dem also dauerhaft oder nur für einen speziellen Abend entsprechendes Mobiliar und/oder Toys bereitgestellt/gelegt wurden und/oder in dem gerade aktuell ein BDSM-Play stattfindet. Ein beliebiger Raum kann also auch temporär für die Dauer der entsprechenden Action zum Playroom werden.

Je nach Situation sage ich z.B. "Das ist unser Playroom für heute abend." - "Diese Leute haben einfach mal das Wohnzimmer zum Playroom erklärt." - "Ich habe ein neues Vakuumbett für meinen Playroom gekauft" etc.

Ein Playroom kann exklusiv von einem Single, einem Paar oder einer Kleingruppe genutzt werden oder aber durch mehrere Personen in parallel und/oder nacheinander ablaufenden BDSM-Plays.

Ist für einen beschränkten Zeitraum, meist einen Abend, explizit geplant, daß mehrere Personen einen Playroom in parallel ablaufenden Plays im Rahmen einer öffentlichen oder halb-öffentlichen Veranstaltung nutzen können, spreche ich von einer Playparty. (Halb-öffentlich ist eine Veranstaltung zum Beispiel dann, wenn man nur auf persönliche Einladung und/oder Empfehlung daran teilnehmen kann.)

Während ein Playroom zwar häufig dauerhaft SM-Mobiliar enthält, dies aber nicht notwendigerweise muss, wird der Begriff SM-Studio üblicherweise nur für dauerhaft entsprechend eingerichtete Räume verwendet. Der Begriff Playroom betont also eher die dort stattfindenden Handlungen, der Begriff SM-Studio eher die dort bereitstehende Ausrüstung. Zudem wird der Begriff SM-Studio meist von der kommerziellen Branche, der Begriff Playroom eher von der privaten Szene verwendet.

Die Begriffe Begriffe Playparty und SM-Party sind relativ synonym, ggf. betont "Playparty" eher die Vielfalt der Praktiken (auchBDSM jenseits der Klischees und Vanillasex) - zudem ist der Begriff "Playparty" wieder in der Privatszene gebräuchlicher als im kommerziellen Kontext. Hingegen wird als Studioparty meist nur eine von einem kommerziellen SM-Studio organisierte SM-Party bzw. Playparty bezeichnet.

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R-r

Risk-aware consensual kink (RACK)

"Risk-aware consensual kink" heißt übersetzt: risikobewußte, einvernehmliche Bizarrerotik. Es handelt sich dabei um eine ethische Richtlinie, die ich selbst hochhalte und bzgl. welcher ich auch keine/n meiner Spielpartner/innen entbinde.

Ebenso wie die bewußte Verwendung des Ausdrucks "Safer Sex" anstelle von "Safe Sex" verdeutlicht, daß Sexpraktiken niemals im Hinblick auf Infektions-Risiken "sicher" sein können, sondern nur mehr oder weniger Sicherheit gegeben sein kann durch mehr oder weniger striktes Einhalten von mehr oder weniger strikten Vorsichtsmaßnahmen, betont "Risk-Awareness"="Risikobewußtsein" in der Bezeichnung RACK, daß es im BDSM ebenfalls keinen objektiven Maßstab für "Sicherheit" und "Vernunft" geben kann.

Folglich kann auch kein Sub von seinem/seiner Top erwarten, daß er/sie ein Play objektiv sicher oder vernünftig gestaltet - es geht jeweils nur nach bestem Wissen und Gewissen. Insofern ist immer(!) die Eigenverantwortung des Subs gefragt, die allgemeinen Risiken von BDSM sowie die spezifischen Risiken der vereinbarten Praktiken zu kennen und bewußt die Pro & Contra abzuwägen. Er/sie muss dann sowohl vor dem Play klar die Tabus und eventuellen Bedenken kommunizieren, aber auch während dem Play auf eventuelle unerwartete und somit unvorbesprochene Aktivitäten des/der Top lieber zu früh als zu spät (z.B. durch Benutzen eines Codeworts - im Zweifelsfall reagiere ich immer auf "Mayday" oder dreimaliges Brummen im Falle einer Knebelung) reagieren, um keine Risiken einzugehen, die er nicht tatsächlich zu tragen bereit ist.

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S-s

Sadomasochismus (abgekürzt wahlweise: SM, S/M, S&M)

Sowohl BDSMer/innen als auch Mediziner/innen bezeichnen als Sadismus einen (sexuellen) Lustgewinn durch aktive Schmerzzufügung und als Masochismus einen (sexuellen) Lustgewinn durch passive Schmerzerduldung.

Wie unter "BDSM-Ethik" erläutert, wurden die Begriffe Sadismus und Masochismus zunächst medizinisch-psychiatrisch als Krankheitsbezeichnungen geprägt. Gegen die pauschale Pathologisierung einer Vorliebe für Schmerzpraktiken verwehrt sich die BDSM-Szene und versteht einvernehmlichen und verantwortungsvollen Sadismus/Masochismus als eine anderen einvernehmlichen und verantwortungsvollen sexuellen Vorlieben gleichwertige Präferenz.

Auch Mediziner/innen unterscheiden heute in ihren Diagnose-Stellungen in nicht behandlungsbedürftigen inklinierenden Sadomasochismus ("zugewandten" Sadomasochismus), dem BDSM-ethische Richtlinien (ssc bzw. rack) zugrunde liegen und der keinen Leidensdruck bei den "Patienten" erzeugt, und in behandlungsbedürftigen nicht-inklinierenden Sadomasochismus, der zu persönlichem Leiden und/oder zum Leiden anderer durch uneinvernehmliche (Mißbrauchs-)Handlungen führt. Insbesondere letzteres wird von BDSMer/innen ebenfalls abgelehnt und entweder "gar nicht als (richtiger) Sadismus" verstanden, oder aber abgrenzend als "Realsadismus" tituliert.

Nach dem Selbstverständnis vieler Menschen, die sich als Sadomasochist/inn/en bezeichnen, betont die Wortkombination "Sadomasochismus" auch das (praktizierte oder ersehnte) Zusammenspiel zwischen einem sadistisch veranlagten und einem masochistisch veranlagten Menschen und somit das Vorhandensein bzw. das Anstreben nicht nur von Einvernehmlichkeit, sondern sogar von beidseitiger Erfüllung in der gemeinsamen Interaktion.

Ursprünglich wurde der kombinierte Begriff "Sadomasochismus" durch den Psychoanalytiker Sadger in seiner Abhandlung "Über den sadomasochistischen Komplex" eingeführt. (Mir ist derzeitig nicht bekannt, ob darin das o.g. einander ergänzende Zusammenspiel zwischen Sadist/in und Masochist/in thematisiert wird oder nicht.)

Ich habe bei meinem Einleitungssatz den (sexuellen) Lustgewinn bewußt in Klammern gesetzt. Obwohl dazu kaum etwas schriftlich zu finden ist, erscheint es mir wichtig, auch den Gewinn eines bloßen Wohlgefühls (= Wellness), einer körperlichen und/oder mentalen Entspannung, einer Katharsis oder ggf. weiterer positiv(!) besetzter Wirkungen im Rahmen eines BDSM-Plays bei der Definition von Sadismus/Masochismus ebenfalls als mögliche Motivation für die Schmerzzufügung/erduldung einzubeziehen.

Außerdem finde ich es erwähnenswert, in sadistische bzw. masochistische Veranlagung und sadistisches bzw. masochistisches Verhalten zu unterscheiden. Als sadistisch oder masochistisch veranlagt bezeichne ich jemanden, der auf die jeweilige Spielart "steht" (hier tatsächlich im Sinne sexuellen Lustgewinns), einvernehmlich und verantwortungsvoll sadistisch oder masochistisch verhalten kann man sich aber aus den verschiedensten Gründen, u.a. den oben genannten Motivationen oder auch im Rahmen eines beidseitig unter Berücksichtigung der persönlichen Tabus als stimmig empfundenen Kompromisses zwischen der eigenen Veranlagung und der Veranlagung des (Liebes- oder Play-)Partners / der (Liebes- oder Play-)Partnerin.

Übrigens bezieht sich dieser Abschnitt auf "SM im engeren Sinn" (SM = Painplay) und nicht auf "SM im weiteren Sinn" (SM als Sammelbegriff, der insbesondere von Lai/inn/en synonym zum Sammelbegriff "BDSM" oder zum Sammelbegriff "Kink" benutzt).

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Ssc : Safe, sane, consensual

Diese ethische Richtlinie wurde schon früh in den Anfängen einer BDSM-Community geprägt. Sie beinhaltet "Safety", "Sanity" und "Consensuality".

Im Wesentlichen ist diese Ethik-Richtlinie identisch mit der später geprägten Richtlinie "RACK: risk-aware consensual kink", wobei dann "risk-awareness" die "safety" & "Sanity" überbegrifflich einschließt, dabei aber noch stärker die Eigenverantwortlichkeit von Top und Bottom herauskristallisiert, sich bewußt für oder gegen das Einhalten bestimmter (pragmatischer und psychologischer) Vorsichtsmaßnahmen/Verhaltensempfehlungen zu entscheiden.

Safety

Safety umfasst Safe(r) Sex und Safe(r) Play.

Da BDSM im weiteren Sinn auch [link 232#vanilla]Vanilla-Praktiken enthält, sind "Safety" und "Safe(r) Play" für bdsm-praktizierende Menschen quasi Synonyme: beide Begriffe schließen "Safe(r) Sex" mit ein. Ebenso ist "Risk-Awareness" dazu ein Synonym, da es nur mehr oder weniger verläßliche Sicherheitsmaßnahmen, aber keine absoluten Sicherheiten geben kann.

Die Frage "Wie steht es um deine Safety?" bedeutet meist, daß man sich die subjektiven Safety-Richtlinien des Gesprächspartners erklären lassen möchte sowie seine ehrliche Selbsteinschätzung, wie zuverlässig diese tatsächlich in der Vergangenheit (z.B. einem gewissen zeitlichen Abstand zum letzten HIV/HepC-Test, der die Inkubationszeiten berücksichtigt) eingehalten wurden. Ob eine solche Frage überhaupt gestellt werden sollte und/oder die meist daran geknüpften Hoffnungen an Gewißheiten erfüllen kann, ist in der BDSM-Szene sehr umstritten. Neben Inkubationszeiten und potentiell falschen Testergebnissen ist auch zu bedenken, daß viele Menschen lügen (u.a., weil sie sich selbst belügen) und daß sie möglicherweise über eventuelle Untreue (oder Irrtümer/Lügen/Selbstlügen in offenen Beziehungen) ihrer Partner/innen ebenfalls nur mangelhaft informiert sind. Daher wird in manchen BDSM-Communities empfohlen, dass man lieber gar nicht erst eine solche Frage stellen sollte, da dies nur zu trügerischem Leichtsinn verleiten würde und zudem die Gesprächspartner/innen in Verlegenheit bringen könnte, sondern dass man die eigenen Safety-Maßstäbe hoch genug ansetzen sollte, so dass diese unabhängig vom Gesundheitszustand des Gegenübers im gewünschten Maß dem eigenen Bedürfnis nach Risikominimierung entsprechen.

Safe(r) Sex

Beim Austausch von Körperflüssigkeiten/ausscheidungen besteht die Gefahr einer Infektion mit STD (= sexually transmitted diseases, sexuell übertragbare Krankheiten).

Sofern man sich vor dem Fremdkontakt mit potentiell infektiösem Material schützen möchte, sind Latexbarrieren (oder entsprechende latexfreie Alternativen) der gebräuchlichste und derzeitig wohl auch der sicherste Schutz. Als Barrieren dienen Kondome, Handschuhe und Glyde Dams.

Dazu, welche Partien des Körpers bzgl. des Kontakts mit welchen Körperflüssigkeiten/ausscheidungen wie zuversichtlich geschützt werden müssen/sollen, haben verschiedene Menschen (auch verschiedene Gesundheits-Fachleute!) unterschiedliche Auffassungen. Manch einer hält es für okay, wenn die fraglichen Stoffe "nur" die "unverletzte" Haut berühren - ein anderer weist darauf hin, daß auch die Haut, an der keine Wunden erkennbar sind, unsichtbare Verletzungen tragen kann. Ebenfalls empfinden manche Menschen bloß den Schleimhaut-Kontakt als kritisch, manche unterscheiden noch detaillierter, wie hoch die potentielle Viruskonzentration im jeweiligen Material wäre und wie hoch die Virendurchlässigkeit für die jeweiligen (Schleim-)Häute.

Umstritten bzw. medizinisch ungeklärt ist zum Beispiel, wie hoch die Übertragungsgefahr bei Cunnilingus (Lecken der Vagina) ist.

Deswegen ist "Safe Sex" bzw. "Safer Sex" nicht genau definiert. (Wörtlich übersetzt heißt "Safe Sex" sicherer Sex. Allerdings klingt das irreführend danach, als könne Sex zu 100% sicher sein, wenn man sich an die entsprechenden Verhaltensregeln hält. Der Begriff "Safer Sex" wurde eingeführt, um dies zu verdeutlichen. Er bedeutet: "Sex, der sicherer ist als anderer Sex". Dies betont stärker, daß das konsequente Beachten der jeweils als wichtig erachteten Einschränkungen zwar "besser als nichts" , aber trotzdem nicht "sicher" ist.)

Immer ist zu bedenken, daß auch Barrieren reißen können oder bereits unbemerkte Mikrorisse haben können. Zudem ist auch zu beachten, daß mal was "daneben gehen" kann und ein Spritzerchen auf die ungeschützte Haut (oder ungeschützte Schleimhaut) treffen kann.

Safer Play

So wie "Safe Sex" bzw. "Safer Sex" für verschiedene Vanilla-Praktiken Sicherheitsmaßnahmen zur Verringerung von Infektionsgefahren empfiehlt, empfiehlt "Safer Play" für BDSM-Praktiken ebenfalls verschiedene Vorsichtsmaßnahmen, um unerwünschte gesundheitliche (psychische oder physische) Schädigungen bestmöglich zu vermeiden.

Auch dies kann niemals zu 100% sicher (safe) sein, egal ob man von "Safer Play" oder von "Safe Play" oder von "Risk-Awareness" spricht. Die verschiedenen sprachlichen Abstufungen bringen das mehr oder weniger deutlich zum Ausdruck, meinen letztlich aber alle dasselbe.

Sanity

Sanity kann als "Vernunft, Verstand, geistige Gesundheit, Zurechnungsfähigkeit, Vernünftigkeit, gesunder Menschenversand" übersetzt werden, das zugehörige Adjektiv lautet "sane".

Darüber, was beim BDSM noch "gesunder Menschenverstand" ist oder schon "krank", wird immer mal wieder diskutiert - sowohl von BDSMer/innen als auch von Vanillas.

Als ich in die BDSM-Szene kam und die ethische Richtlinie "safe-sane-consensual (ssc)" kennenlernte, erklärte man mir, dass zu "Sanity" insbesondere gehöre, nicht unter einer psychiatrischen Erkrankung zu leiden und sich weder mit Alkohol noch Drogen (oder Medikamenten mit entsprechenden Nebenwirkungen) betäubt/benebelt zu haben. Außerdem sei es wichtig, nicht durch starke Gefühle wie Wut, Ärger, Enttäuschung etc. in der Selbstwahrnehmung und der Konzentrationsfähigkeit beeinträchtigt zu sein. Hätte man (aufgrund eines aktuellen Streits o.ä. Anlasses oder aufgrund von Stimmungsschwankungen im Rahmen einer psychologischen Erkrankung) gerade "an etwas zu knabbern", dürfe man nicht spielen. Störungen müßten immer erst behoben werden. Insbesondere dürfe ein/e Top nie seine/ihre echte Wut in Handlungen wie z.b. Auspeitschungen einfließen lassen, also niemals eine/n Bottom real oder stellvertretend für reale Empfindungen strafen.

Ich bevorzuge es, "Sanity" im Kontext von BDSM als "Reflektiertheit" zu übersetzen. Das schließt ein, tatsächlich sowohl die eigene aktuelle Gefühlslage kritisch zu reflektieren als auch die Motivation, eine bestimmte Praktik sowohl grundsätzlich als auch mit einem bestimmten Menschen zu einer bestimmten Zeit durchzuführen, zu hinterfragen.

Ich halte es z.B. auch für potentiell "insane" (unvernünftig), wenn ein/e Bottom echte Minderwertigkeitsgefühle in ein Demütigungsrollenspiel oder in eine Züchtigung einbringt. Dann ist die Abgrenzung zu einem Borderline-Verhalten nämlich schwierig: es kann ein selbstverletzendes Verhalten sein, eine andere Person darum zu bitten, eine/n (psychologisch oder physisch) zu verletzen.

Wenn mir jemand erzählt, daß er sich nach dem BDSM "immer schlecht fühlt", dann zweifele ich daran, daß es sich überhaupt um BDSM gehandelt hat. Damit BDSM "sane" sein kann, muss meiner festen Überzeugung nach ein gutes Gefühl (oft: sexuelle Lust, häufig: wohliges Körpergefühl und/oder befreiter Geist, selten: Katharsis) im Vordergrund stehen.

Dennoch halte ich es nicht für "verboten", in den BDSM auch -unter gewissen, wohlbedachten Umständen!- negative Gefühle einzubringen. Wenn dies einer/einem der Beteiligten ein Bedürfnis ist, dann nutzt es niemandem, dieses Bedürfnis zu verdrängen. Aber dann sollte eben Bereitschaft bestehen, über die jeweiligen Gefühle auch im Vor/Nachgespräch zu kommunizieren, sich nicht selbst zu belügen (soweit möglich) und auch dem/der Playpartner/in gegenüber bestmöglich ehrlich zu sein und sich zu überlegen, ob die BDSM-Action wirklich letztlich geeignet ist, um die gewünschten (in der Bilanz positiven!) Ziele zu erreichen.

"Sanity" bedeutet meiner Meinung nach also Fähigkeit und die Bereitschaft / den Willen, sich mit den eigenen Wünschen und Vorlieben und den Auswirkungen von entsprechenden Sessions auf Psyche und Körper auseinanderzusetzen. Interessanterweise gibt es hier Parallelen zu dem Begriff "Achtsamkeit", der insbesondere im tantrischen Bereich benutzt wird.

Wenn man die beiden BDSM-Credos "safe-sane-consensual (ssc)" und "risk-aware consensual kink (RACK)" miteinander vergleicht, stellt man fest, dass sie beide bezüglich Consensuality (Einvernehmlichkeit) übereinstimmen und dass mit dem Überbegriff "Risk-Awareness (Risikobewußtsein)" offenbar "Safety" und "Sanity" gleichermaßen erfasst werden: Das paßt auch sehr gut, wenn man bei "Risikobewußtsein" nicht nur das körperlich-gesundheitliche Risiko in Betracht zieht (was nur mit einer gewissen Reflektiertheit und Reflektionsfähigkeit angemessen geschehen kann) , sondern auch das Risiko psychologischer und sozialer Konsequenzen.

Consensuality

BDSM soll [link 232#safety]safe[/link 232|, sane & consensual sein (Ethik-Richtlinie ssc), man spricht auch von risk-aware consensual kink (Ethik-Richtlinie RACK). In beiden Formulierungen ist von "consensuality" die Rede, was meist als "Einvernehmlichkeit", "Einwilligung" oder "Einverständnis" übersetzt wird. Ganz unbestritten zählt dazu, daß niemand gegen seinen Willen zu BDSM gezwungen werden soll. Würde ein/e Top eine/n Bottom gegen seinen Willen z.b. fesseln, ficken oder schlagen, wäre dies eine Freiheitsberaubung, Vergewaltigung oder Körperverletzung und somit eine Straftat, kein Play! (Natürlich kann man im Rahmen eines Rollenspiels mit der Idee von Freiheitsberaubung, Vergewaltigung oder Körperverletzung spielen, aber dann besteht ein einvernehmlicher(!) Metakonsenz darüber, daß dies ein beidseitig gewünschtes Spiel ist!)

Ein Blick ins englische Wörterbuch weist als Übersetzungs-Option für das Adjektiv "consensual" noch die Formulierungen "auf Basis gegenseitiger Zustimmung", "im gleichen Sinne wirkend" aus. Die beiden Formulierungen finde ich noch sehr schön, da sie mit einer gewissen Reflektiertheit einhergehen, siehe Sanity - immerhin kann nur dann entschieden werden, ob man sich auf einen gemeinsamen Sinn einigen bzw. den Absichten des Gegenübers zustimmen kann, wenn man zuvor darüber reflektiert, kommuniziert und erneut reflektiert hat. (Ob z.B. eine Session "consensual" wäre, wenn der/die Bottom zwar zustimmt, aber dies nicht aus eigener Lust und persönlich authentischem Willen heraus, sondern z.B. nur um dem/der Top zu gefallen oder aus Angst, ihn/sie andernfalls zu verlieren, könnte sich dann im Gespräch daraus entscheiden, ob man insgesamt noch "im gleichen Sinne wirkt".)

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Spuren

Wenn jemand vor einer BDSM-Session fragt: "Darf es Spuren geben?", dann sind damit i.d.R. nicht-permanente (d.h. nach einigen Stunden, Tagen oder u.U. auch Wochen abklingende) Schädigungen der Hautoberfläche oder des darunterliegenden Gewebes gemeint, die bei gewissen Praktiken im gegenseitigen Einverständnis bewußt zugefügt oder zumindest billigend im Sinne vonrisk-aware consensual kink in Kauf genommen werden - und u.U. auch schlichtweg mit einem gewissen Risikofaktor in Kauf genommen werden müssen, sofern die Praktiken überhaupt gewählt werden.

Die bekanntesten nicht-permanenten BDSM-Spuren, an die dabei nahezu jede/r gleich denkt, sind Striemen von Rohrstöcken oder blaue Flecken von tiefer wirkenden Schlagwerkzeugen. Aber auch Vakuum-Spuren sind unbedingt bei entsprechenden Praktiken zu bedenken. Selbst wenn vereinbart wird, daß Spuren bestmöglich ausgeschlossen werden sollen, gibt es bei den meisten Praktiken, die grundsätzlich zu Spuren führen, keine 100%-ige Garantie, daß das beabsichtigte Vermeiden der Spuren tatsächlich gelingt - es gibt nur Richtlinien, wie sie mit mehr oder weniger hoher Wahrscheinlichkeit erfahrungsgemäß (d.h. z.B. bei durchschnittlichem Hauttyp/ durchschnittlicher Bindegewebsstärke) nicht auftreten, aber Menschen sind individuell und teils läßt sich auch die jeweilige Anwendung der vereinbarten Praktik nur begrenzt dosieren. Sollten Sie im Zweifel sein und nähere Informationen benötigen, empfiehlt sich die Vereinbarung eines Plauderdates, die eigene Recherche z.B. im Internet und ggf. ist dann Verzicht auf die entsprechende Praktik die einzige Lösung.

Insbesondere in der privaten BDSM-Szene sind viele Passive auf nicht-permanente Spuren explizit stolz und erfreuen sich an den "Nachwirkungen" einer Session noch in freudvoll-schwelgender Erinnerung. Auch Session-Kunden, die als Singles oder in offenen Beziehungen leben oder die für einige Tage "freies Haus" haben, wünschen sich manchmal gezielt, mit nicht-permanenten Spuren heimgehen zu dürfen. Einige Praktiken bergen auch das Risiko permanenter Spuren (z.B. Narbenbildung) und/oder beabsichtigen diese sogar (z.B. bei Body Modification Praktiken).

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Situationsbezogene Abweichung

In Ausnahmefällen können zwischen Dienstleisterin und Kunde von den "Regeln" abweichende Absprachen getroffen werden: diese müssen selbstverständlich vor Zustandekommen der Buchung getroffen werden und mindestens im Email-Kontakt schriftlich festgehalten sein.

Eine Ausnahmesituation besteht zum Beispiel, falls ich einen Urlaub extra Ihretwegen verkürze oder verlängere oder aus anderen Gründen die Realisierung Ihres Wunschtermines zwar möglich, aber mit außergewöhnlich hohem Aufwand verbunden wäre.

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Solonutzung

Als Solonutzung bezeichne ich es, wenn Einzelpersonen oder Paare meine Räume und das darin befindliche Equipment nutzen möchten, ohne daß ich in einer entsprechenden Session selbst mitwirke. (Einzelpersonen können sich z.B. an Masturbatoren und Sexmaschinen erfreuen, Paare haben eine größere Auswahl an Möglichkeiten nach vorheriger Absprache.)

Es werden bei Solonutzungs-Buchung keine Outfit-Wünsche meinerseits berücksichtigt, ich begegne Ihnen in meiner Alltagskleidung.

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Sonderplanung

Ich spreche von einer Sonderplanung, wenn ich über die Erfüllbarkeit Ihres Session- oder Coachingwunsches durch mich erst gesondert nachdenken muss bzw. diese ggf. von einem persönlichen Kennenlernen abhängig machen möchte (z.B. bei Intimität / Passivität meinerseits) und/oder wenn die Kosten für dessen Umsetzung anders als gemäß der bloßen Anwendung meiner "Regeln" kalkuliert werden müssen, wenn also eine Leistungszusage oder Preis-Zusage meinerseits nicht im Rahmen meiner bisherigen Erfahrung direkt gemacht werden kann ohne vorheriges Plauderdate bzw. ohne Organisationskosten-Vergütung.

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Spontanbuchung

Eine Spontanbuchung ist eine Buchung mit weniger als einem Tag Vorlauf. Es wird noch von "einem Tag Vorlauf" gesprochen, wenn vor Beginn der Nachtzeit (2h) die gegenseitige Abstimmung und gegenseitige Bestätigung erfolgt ist. Eine Anfrage, die erst nach 2h nachts für den entsprechenden Tag angefragt wird, ist somit immer eine Spontanbuchungs-Anfrage, die einer komprimierten Vorabsprache-Routine bedarf: Wegen der Kurzfristigkeit muss es möglich sein, mit einer einzigen "Ja, es klappt" - Email die kurzfristige Buchung gegenseitig verbindlich zu fixieren. Anders als bei Anfragen mit längerem Vorlauf ist die komprimierte Vorabsprache auf ein Minimum mit max. drei Ja/Nein-Fragen in einer einzigen Email zu beschränken, d.h. der Kunde kann seine zunächst einseitig verbindliche Buchungsbereitschaft von max. drei Kriterien abhängig machen (z.B. "Hast du … ? Bist du … ? Kannst du …? Wenn ja, erkläre ich meine Spontanbuchungsbereitschaft für heute xx Uhr, falls du mir dies bis yy Uhr per Mail an … oder bis zz Uhr per SMS an … bestätigst.).

Oft habe ich bei solch kurzem Vorlauf nicht die Ruhe, mir ein ausreichendes Bild von meinem Gegenüber zu machen. Dinge, die üblicherweise per Mail abgefragt würden, um auch meinerseits herauszufinden, ob der Interessent zu mir paßt, müssen dann auf das persönliche Vorgespräch verschoben werden. Um nach gründlicher Lektüre meiner Seite die Ernsthaftigkeit einer Spontanbuchungsanfrage zu bekräftigen, sollten insbesondere mir noch unbekannte Neukunden idealerweise gleich eine Anzahlung mitsenden - selbstverständlich wird diese, falls meinerseits die Buchung nicht bestätigt werden kann, schnellstmöglichst voll zurückerstattet.

Die Anzahlung sollte mindestens 100€ betragen und kann per Paypal oder seit kurzem auch mittels Sofortüberweisung/Kreditkartenzahlung über Eventbrite erfolgen. Auch Bareinzahlungen bei der Postbank sind ggf. rechtzeitig für eine Spontanbuchung bei mir im Onlinebanking sichtbar.

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V-v

Vanilla / Blümchen / Stino

Als "Vanilla-Sex" oder "Blümchen-Sex" bezeichnen Menschen aus der BDSM-Szene oft bdsm- und fetisch-freien Sex. Also das, was Nicht-BDSMer als "normal" bezeichnen würden.

Als "Vanillas" oder "Stinos" werden teilweise Menschen bezeichnet, die überhaupt keinen BDSM-Bezug haben.

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Verkaufsstöberdate

Ein Verkaufsstöberdate ist ein Treffen in meinen Räumen, bei welchen Sie in meinem Studiofundus in Ruhe stöbern, Dinge anprobieren und ausprobieren können. Einige Artikel können Sie direkt bei mir einkaufen und mitnehmen, andere stehen nur als Ansichtsexemplare zur Verfügung und werden bei Bedarf bestellt. Auch kann ich Sie über Produkte beraten, zu denen ich keine Ansichtsexemplare vorweisen kann.

Ähnlich wie beim Plauderdate wird meine Zeit mit einem relativ geringen Stundensatz vergütet, die Mindestbuchungszeit ist jedoch kürzer als beim Plauderdate und liegt bei einer Stunde. Darüber hinausgehender Zeitaufwand muss zudem nur vergütet werden, falls kein Kauf Ihrerseits erfolgt.

Einige Singles und Paare haben bereits gute Erfahrungen damit gemacht, ein Verkaufsstöberdate direkt mit einem Fotoshooting zu verbinden, da sie sich in den anprobierten Outfits dann gleich professionell ablichten lassen können.

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Z-z

Züchtigungen vs. Züchtigungs-Rollenspiele vs. Züchtigungs-Praktiken

Eine rechtmäßige körperliche Strafe durch Schmerzzufügung wird auch Züchtigung genannt. Die "Rechtmäßigkeit" bezieht sich auf den jeweiligen Kontext, rechtmäßige Körperstrafen gibt/gab es zu verschiedenen Zeiten / in verschiedenen Ländern z.B. in der Kindererziehung, in der Ehe, im Strafvollzug.

Im BDSM ist die "Rechtmäßigkeit" durch die Konsensualität (oder Meta-Konsensualität) der Beteiligten gegeben.

Traditioll im Alltag (früherer Jahrhunderte) eingesetzte Züchtigungsinstrumente und -methoden werden im BDSM manchmal auch weiterhin so tituliert, selbst wenn sie nicht zu Züchtigungen im engeren Sinn (= "echte" Strafen, meist innerhalb von B&D oder von DS), sondern zu reinem Painplay (mit oder ohne Schmerzlust) eingesetzt (und dabei ggf. zweckentfremdet) werden.

In einem Züchtigungsrollenspiel wird eine Züchtigung in Szene gesetzt, wofür nicht zwingend echte Schmerzzufügung erforderlich ist (Symbolik genügt, wie man es z.B. von Theaterbühnen kennt) oder diese geringgehalten werden kann (z.B. ein vereinzelter Hieb). Alternativ kann es auch eine echte Schmerzbehandlung geben, die jedoch real primär um ihrer selbst genossen wird und somit lediglich einen rollenspiel-internen Strafcharakter hat.

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