Vorlieben

Klassisches Versohlen / Spanking (z.B. over-the-knee)

Wenn man ins Englisch-Wörterbuch "to spank" eingibt, dann wird "versohlen" als Übersetzungsvariante vorgeschlagen. Dieser Begriff wird auch im Deutschen vor allem mit Erziehungshieben auf den Po assoziiert. Denn eine traditionelle Strafhandlung war früher, dass der zu versohlende Lausbub oder die freche Göre vom Verantwortlichen über's Knie gelegt wurde. Deswegen hat das Over-the-knee-Spanking (OTK) einen besonderen Stellenwert vor allem in Erziehungsspielen.

Zu meiner Überraschung bewirken sogar leichte, aber rhythmische Klapse auf Dauer einen eigenen Effekt, den man einmal erfahren haben muss. Ich selbst habe ihn erstmals an einem Geburtstags-Spanking (jeder Gast bekam die Zahl an Hieben, die dem neuen Lebensalter der Gefeierten entsprach) kennengelernt, mit dem Rohrstock bekam ich vom Geburtstagkind den Po verhauen in einer Intensität, die für mich als Masochistin eigentlich "pillepalle" ist. Aber tatsächlich setzt nach einer längeren Dauer eine einzigartige Wirkung ein, die in eine Erregung übergehen kann, die sich wirklich ganz anders als ein adrenalin-verursachter "Schmerzgasmus" anfühlt. Und die zu dieser speziellen Lust führende Schlagtechnik ist charakteristisch für ein Spanking, egal ob mit der bloßen Hand oder mit Züchtigungsgerätschaften.

Womit und wie erfolgt ein Spanking?

Aus dem mir vertrauten Szene-Sprachgebrauch kannte ich "Spanking" zunächst ausschließlich als Schlagen mit der bloßen Hand, "Flag" (als Abkürzung für "Flagellation") hingegen bezogen auf Rohrstock-Hiebe insbesondere im School-Play-Kontext, "Caning" ebenfalls auf Rohrstock-Hiebe insbesondere im Pain-Play-Kontext, "Flogging" auf eher rhythmisches Massage-Peitschen mit dafür besonders geeignet geformten Peitschen (kurzer Griff und mehrere Riemen), und Whipping auf das eher schmerzbetonte Peitschen insbesondere mit Singletails. - Ich ging also davon aus, dass beim Spanking keine typischen SM-Toys und auch keine sonstigen Hilfsmittel (z.B. aus dem Haushalt: Kochlöffel, Teppichklopfer, Haarbürste etc.) zum Einsatz kämen.

Wikipedia erläuterte mir allerdings, dass die Wahl der Gerätschaften bei der Begriffsabgrenzung keine Rolle spielen, sondern Spanking sich rein auf das Hinterteil bezöge und Flagellation diesbzgl. nicht begrenzt sei.

Das SM-Lexikon macht eine ähnliche Unterscheidung, demnach bezieht sich Spanking meistens auf den Po und meistens auf leichte, langsame Schläge; während es bei Flagellation eher um den Adrenalin-Kick durch heftigere Schmerzen geht. Dies Lexikon weist aber auch darauf hin, dass unterschiedliche BDSM-Subkulturen die Begriffe unterschiedlich eng oder weit definieren und man letztlich doch nachfragen müssen, was das jeweilige Gegenüber meint.

Eine mögliche (und die künftig von mir bevorzugte) Abgrenzung zwischen Spanking und Flagellation besteht somit schlichtweg in unterschiedlicher Härte (Spanking: soft, Flagellation: hart), und demnach wären Caning, Flogging und Whipping demnach jeweils sowohl in Spank- als auch in Flag-Variante möglich:

Da "Cane" jedenfalls wörtlich aus dem englischen übersetzt "Stock" bedeutet und "Whip" wörtlich übersetzt "Peitsche", bezieht sich der Begriff "Caning" definitiv auf Stöcke (meistens Rohrstöcke!) und "Whipping" definitiv auf Peitschen, wobei auch da wieder unterschiedliche Meinungen kursieren, was alles als "Peitsche" gilt und was nicht. Teilweise werden o.g. "Flogger" beispielsweise den "Whips" zugeordnet, teilweise als etwas Eigenständiges betrachtet.

Mit all diesen typischen SM-Toys könnte jedenfalls "gespankt" werden, sofern damit eine bestimmte Schlagtechnik eingehalten wird, die eher auf tieferliegende (Gesäß-)Muskeln wirkt als auf die oberen Hautschichten.

Schläge mit Haushalts-Gerätschaften scheinen ohnehin dem Spanking ebenso wie Schläge mit der bloßen Hand auch von weiten Teilen der verschiedenen BDSM-Communities und der Spanking-Communities automatisch zugeordnet zu werden, da schließe ich mich nunmehr auch hinsichtlich des Sprachgebrauchs an.

Sind Spanker/innen überhaupt BDSMer/innen?

Dass einige Spanker/innen sich explizit von BDSMer/innen distanzieren, insbesondere wenn sie sich eher dem School Play (bzw. dem traditionellen Züchtigungs- oder Disziplinierungs-Gedanken) als dem Pain Play und/oder der Erotik verbunden fühlen, habe ich auch erst dem o.g. Lexikon entnommen. Eine beliebte Spanking-Position gerade im Kontext von Zucht/Züchtigung ist es, klassisch -eben wie damals bei Schul- und Familienstrafen üblich- über's Knie gelegt zu werden. Die Abkürzung für diese Stellung ist OTK (engl. over the knee = über das Knie).

Wie fest kann oder muss ein Spanking sein?

Tatsächlich ist die Begriffs-Definition nicht eindeutig. Lassen Sie es mich wie folgt vergleichen:

Beim Vanilla-Sex unterscheide ich "miteinander schlafen" gerne von "ficken". Ersteres ist für mich soft und kann einen ganz anderen Höhepunkt bewirken als ein harter, aber geiler, Fick. So ähnlich ist es auch mit dem Spanken oder Flagellantismus. Es gibt eine Unterscheidung in der Art der Reaktion, die kaum zu schildern ist, wenn man nicht beides erlebt hat. - Wahrscheinlich mögen Sie allerdings nur entweder das Eine oder das Anderes. (Sowohl beim Vanilla-Sex als auch beim Painplay war es bei mir lange Zeit so, dass ich nur die harte Variante mochte. Die jeweils softe habe ich erst viele Jahre später erfahren und finde nun beide spannend, aber völlig unterschiedlich!) - Sagen Sie mir einfach gern, worauf wir uns in unserer Session konzentrieren sollen. Und wenn wir einfach miteinander ausprobieren, geben Sie nicht zu schnell auf. Ein erster Eindruck mit einem Gerät kann täuschen, wenn die Schlagtechnik nicht zu Ihnen paßt!

Motivation/Fokus/Positionen der Behandlungen mit/ohne Hilfsmittel

Aus dem mir vertrauten Szene-Sprachgebrauch hätte ich "Spanking" zunächst ausschließlich auf das Schlagen mit der bloßen Hand bezogen, "Flag" (als Abkürzung für "Flagellation") hingegen auf Rohrstock-Hiebe insbesondere im School-Play-Kontext, "Caning" ebenfalls auf Rohrstock-Hiebe insbesondere im Pain-Play-Kontext, "Flogging" auf eher rhythmisches Massage-Peitschen mit dafür besonders geeignet geformten Peitschen (kurzer Griff und mehrere Riemen), und Whipping auf das eher schmerzbetonte Peitschen insbesondere mit Singletails. - Ich ging also davon aus, dass beim Spanking keine typischen SM-Toys und auch keine sonstigen Hilfsmittel (z.B. aus dem Haushalt: Kochlöffel, Teppichklopfer, Haarbürste etc.) zum Einsatz kämen. Wikipedia erläuterte mir allerdings, dass die Wahl der Gerätschaften bei der Begriffsabgrenzung keine Rolle spielen, sondern Spanking sich rein auf das Hinterteil bezöge und Flagellation diesbzgl. nicht begrenzt sei.

Das SM-Lexikon macht eine ähnliche Unterscheidung, demnach bezieht sich Spanking meistens auf den Po und meistens auf leichte, langsame Schläge; während es bei Flagellation eher um den Adrenalin-Kick durch heftigere Schmerzen geht. Dies Lexikon weist aber auch darauf hin, dass unterschiedliche BDSM-Subkulturen die Begriffe unterschiedlich eng oder weit definieren und man letztlich doch nachfragen müssen, was das jeweilige Gegenüber meint.

Da "Cane" wörtlich aus dem englischen übersetzt "Stock" bedeutet und "Whip" wörtlich übersetzt "Peitsche", bezieht sich der Begriff "Caning" definitiv auf Stöcke (meistens Rohrstöcke!) und "Whipping" definitiv auf Peitschen, wobei auch da wieder unterschiedliche Meinungen kursieren, was alles als "Peitsche" gilt und was nicht. Teilweise werden o.g. "Flogger" beispielsweise den "Whips" zugeordnet, teilweise als etwas Eigenständiges betrachtet. - Ich habe meinen Sprachgebrauch bzgl. des Wortes "Spanking" jedenfalls zwischenzeitlich so modifiziert, dass mit all diesen typischen SM-Toys auch gespankt werden kann, sofern damit eine bestimmte Schlagtechnik eingehalten wird, die eher auf tieferliegende (Gesäß-)Muskeln wirkt als auf die oberen Hautschichten. - Und Schläge mit Haushalts-Gerätschaften scheinen ohnehin dem Spanking ebenso wie Schläge mit der bloßen Hand auch von weiten Teilen der verschiedenen BDSM-Communities und der Spanking-Communities automatisch zugeordnet zu werden, da schließe ich mich also nun zwischenzeitlich auch hinsichtlich des Sprachgebrauchs an.

Dass einige Spanker/innen sich explizit von BDSMer/innen distanzieren, insbesondere wenn sie sich eher dem School Play (bzw. dem traditionellen Züchtigungs- oder Disziplinierungs-Gedanken) als dem Pain Play und/oder der Erotik verbunden fühlen, habe ich auch erst dem o.g. Lexikon entnommen. Eine beliebte Spanking-Position gerade im Kontext von Zucht/Züchtigung ist es, klassisch -eben wie damals bei Schul- und Familienstrafen üblich- über's Knie gelegt zu werden. Die Abkürzung für diese Stellung ist OTK (engl. over the knee = über das Knie).

Eine kleine Anekdote: Bieten Sie auch OTK-Spanking an?

Mir fiel kürzlich auf, dass ich den ganz einfachen Praktiken, die zu den "Basics" des BDSM gehören, oft keine so ausführlichen Unterseiten gewidmet habe wie den Specials. Das liegt daran, dass sie mir völlig selbstverständlich sind. Als ich allerdings folgende Anfrage erhielt

Hallo Sara,

legen Sie einen auch klassisch übers Knie und versohlen einem ausschließlich per Hand den Hintern?

Bitte um Info, im Voraus vielen Dank!

Liebe Grüße, X.

wunderte ich mich dann doch. Einerseits hab ich Spanking mit der bloßen Hand auf den Seiten über klassische SM-Toys/Praktiken erwähnt, und andererseits finde ich es völlig selbstverständlich, dass dies ein erfüllbarer Wunsch ist.

Wie fest kann es sein? Wie fest muss es sein?

Schwierig wird es natürlich, wenn ich dann per Email beantworten soll, wie fest meine "Handschrift" ist. Ich lange schon beherzt zu, aber ich wüßte nicht, wie ich das quantifizieren soll.

Ähnlich konnte ich in meiner Mitarbeiterinnen-Zeit in einem größeren Studio als Switch aber auch nie beantworten, wie "belastbar" ich bei Passiv-Einsatz sein kann. Ich glaube, wir müssen wirklich live ausprobieren, ob meine maximale Schlagkraft (egal ob per Hand oder mit Toys, s.u.) für Ihr Wunsch-Erlebnis ausreicht. Ich habe Lust, es auszuprobieren. Ggf. hilft ein "Plan B" für alle Fälle, dass es einmal nicht der Fall sein sollte.

Umgekehrt ist es kein Problem, mich auf ein niedriges Belastbarkeitslevel herabzubremsen (bzw. einfach langsam von ganz leichten Schlägen an bis zum gewünschten Maß zu steigern), wenn Sie es lieber nicht so heftig brauchen/wollen.


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