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Fragebogen für ein Berliner Domina-Studio

Den folgenden Fragebogen hatte ich vor einiger Zeit für ein Berliner Studio ausgefüllt. Aber nicht nur für die Berliner Interessent/inn/en ist er wohlmöglich interessant, also stelle ich ihn auch mal hier im Blog ein…ach so, und ich reise natürlich auch ab und an in andere Städte und auch dort gibt es Miet-Locations…

Lady Sara (bizarr?)

Motto: Professionell so privat wie möglich

Lieblingsaktivitäten in einer Session:

Ich spiele mit hohem Vergnügen ganz gezielt aktiv ­egal ob sadistisch, dominant oder fetischistisch oder mithilfe einer Rolleninszenierung­ die persönlichen Vorlieben der/des Passiven an ­ nahezu unabhängig von der
individuellen Neigung will ich ihn/sie jeweils da “packen”, wo die tiefste Begegnung stattfinden kann. Persönlich finde ich es am Schönsten, wenn ich dem Gegenüber in die Augen schauen und darin “lesen” kann,
insbesondere sehe ich gern Vertrauen zu mir und Intensität (von Geilheit, Schmerz, Devotion o.ä. ­ je nach
vereinbartem Setting!) ­ ich genieße es auch, wenn sich heftige Empfindungen in unzensierten Lautäußerungen (Stöhnen, Seufzen, Schreien oder auch Summen) zeigen.

Aktuelles Lieblingsspielzeug:

Meine erste Peitsche, die ich mir noch als Studentin gekauft habe, bevor ich überhaupt an eine Tätigkeit als
Prodomme dachte, ist ein persönliches Lieblingstoy von mir, das ich jedoch aus nostalgischen Gründen jedoch nur privat einsetze bzw. einsetzen lasse…

Mein neuestes Studio­-Spielzeug ist der Pulsating Rubber Vacuum Suit von Seriouskit ­ und derzeit bin ich noch bei jeder Session damit ziemlich aufgeregt, weil ich mit jedem neuen Kunden / jeder neuen Kundin immer wieder neue Facetten und Einsatzmöglichkeiten entdecke.

Außerdem spiele ich recht gern mit Windeln und trage diese in manchen Sessions auch selbst…

Was für eine Lady bist du?

Ich bezeichne mich gern als “Fantasy Designer” mit dem Slogan “Nennen Sie mir Ihre Fantasie -­ ich kümmere mich um die Umsetzung!” Denn genau dies ist die Herausforderung, die ich an der Nebentätigkeit schätze.

Ich wurde aber auch schon zu Recht als “SM-­Spielkind”, “Feedback­-Domina”, “dominante Bottom”, “Sado­Lady”, “Fetischkomplizin” uvm. bezeichnet ­ es gibt wohl keine Schublade, die immer für mich paßt ­- es variiert mit Spielthema und Spielpartner/in.

Was macht dich dabei aus?

Mein privates SM­-Coming­-Out hatte ich im Alter von 21 Jahren und wurde dabei stark von der lesbisch­queeren SM­-Szene geprägt. Meine Ideale, was “guten SM” ausmacht, habe ich auch für meine Nebentätigkeit als Domina beibehalten. Unter anderem habe ich mich intensiv gefragt, welche Sicherheiten und welche Vor-­ und Nachbereitungen ich für mein eigenes Wohlbefinden benötige, um mich auch bei bezahlten Dates ohne “Halbherzigkeit” mit demselben Enthusiasmus in die Sessions einzubringen wie in private Begegnungen.

Meine persönlichen Rahmenbedingungen resultieren in vergleichsweise komplizierten Buchungsbedingungen -­ ich nehme gern in Kauf, dass diese manche/n abschrecken, die/der nicht wirklich unbedingt zu mir will. Aber sind die Formalitäten erst einmal geklärt, bringe ich mich dann auch “professionell so privat wie möglich” ein.

Was ist Dominanz für dich?

Professionelle Dominanz (= das entgeltliche Anbieten von überwiegend aktivem BDSM) ist für mich gerade das, was ich als “Fantasy Design” bezeichne,­ siehe oben. Dazu kann dominantes Verhalten (z.B. das Erteilen von Befehlen, das Ausüben von Kontrolle, das Bestehen auf Hierarchien etc.) oder dominantes Empfinden (ein Bewußtsein von Macht, das sich konkret auf die jeweilig submissive Person bezieht) im Rahmen eines dominant­-devoten Plays oder auch einer dominant­-devoten (Langzeit­)Beziehung zählen, muss es jedoch nicht.

Was liebst du an SM?

SM ermöglicht eine einzigartige Intensität der Emotionen und körperlichen Empfindungen. Privat bin ich dabei oft, wenn auch nicht immer, auf der passiven Seite und lasse mich bespielend verwöhnen. Ich liebe die sexuelle Wahrnehmungsintensität, wie ich sie selbst am stärksten bei einem Mix aus Painplay und Roughsex erfahre.

Aber auch bei anderen SM­Praktiken und/oder Rollenaufteilungen ist das extrem tiefe Gefühl (idealerweise aller Beteiligten, mindestens aber des/der Sub) für mich ausschlaggebend!

Werde ich gebucht, strebe ich immer danach, meinen Kund/inn/en eine vergleichbare Tiefe zu schenken, wie ich sie selbst so sehr genieße. Ich toppe insbesondere als Femdom so, wie ich selbst gern von einer Femme getoppt werde.

Wie hast du angefangen mit dieser Profession/ was hat sich seither verändert?

Als Studentin war ich aufgrund eines Uni­-Wechsels gerade in eine neue Stadt gezogen, und wie fast alle
Student/inn/en suchte ich einen Job. Im Stadtmagazin fand ich eine Ausschreibung eines bekannten SM­Studios, welches Mitarbeiterinnen suchte. ­ Anfängerinnen würden angelernt, so stand es da.

Ich dachte mir: “Das ist ja super -­ ich bin sowieso SM-erin und kann da vielleicht sogar noch was dazulernen!” Gesagt, getan bewarb ich mich und fing als “Bizarrengel” an.

Bald aber bemerkte ich, daß mir das passive Arbeiten weit weniger wohltat als das aktive Arbeiten, weil ich mich aktiv sehr gut und gern auf verschiedene Menschen einstelle, während ich für passive Hingabe doch viele Voraussetzungen benötige, die im Profi­-Kontext kaum erfüllbar sind. (Eine
Ausnahme stellen gewisse Fetisch­-Szenarien, z.B. rund um Windeln, Latex, Pelz oder Nylons dar! Hier mag ich es, im jeweiligen Material auch gleichberechtigt und verspielt einfach zu kuscheln, was auch eine spezielle Form sinnlicher Hingabe ­aneinander und an das Material­ bedeutet.)

Inzwischen habe ich mir inzwischen ein sehr reichhaltig ausgestattetes Spielzimmer geschaffen,
welches ich sowohl für privates Vergnügen sowie für professionelles Fantasy-­Design nutze. Da ich aus
verschiedenen Anlässen oft nach Berlin fahre, freue ich mich über das Angebot, mich bei euch gelegentlich einzumieten. Gern nehme ich, sofern ich rechtzeitig Bescheid weiß, auch mein eigenes Equipment mit auf meine Reise.


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