Vorlieben

Fullbody Encasement

"Encasement" (engl.) heißt wörtlich übersetzt "Umhüllung, Ummantelung, Gehäuse". Wenn der ganze Körper (engl. "full body") inclusive oder exclusive Kopf in etwas enganliegend eingehüllt / verschlossen wird und dadurch eine Sinnesfocussierung und/oder -deprivation und/oder eine Bewegungsrestriktion entsteht, und wenn in dem bewußten Erleben dieser Empfindungen der spezielle Reiz des Einhüllens liegt, dann spricht man von einem Fullbody-Encasement.

Einigen Menschen ist dabei primär das Sinneserleben eines bestimmten Materials wichtig, anderen Menschen geht es vorrangig um den Bondage-Effekt und/oder Isolations-Effekt. Natürlich gibt es auch Mischformen. Die Isolation wird teilweise, aber nicht immer, auch als Entpersonifizierung/Objektifzierung wahrgenommen.

Im Folgenden stelle ich zunächst einige spezielle Encasement Tools vor, d.h. BDSM- und Fetisch-Equipment, das gezielt für Encasement Erlebnisse gefertigt wurde.

Anschließend gehe ich noch detaillierter auf materialfetischistisches Encasement ein, selbst wenn dafür keine speziellen Tools bereitstehen. Dafür wiederum werden häufig Wickelungen (Wrapping) oder Umgurtungen/Einschnürungen genutzt.

Latex Fullbody Inflatables

Zunächst möchte ich Ihnen meine Latex Fullbody Inflatables vorstellen (engl. "inflatable"="aufblasbar"), also mein aufblasbares Latex-Equipment, welches den ganzen Körper einbezieht.

(Es gibt auch aufblasbare Knebel und Masken oder Dildos, oder aufblasbare Hosen etc. - all diese Accessoires und Outfits sind ebenfalls "inflatables", aber keine "fullbody inflatables".)

Damit ein Latex-Utensil aufblasbar ist, muss es über mit Luft befüllbare Kammern verfügen - all diese Utensilien sind daher doppelwandig. Der/die Passive steigt ins Innere, dann werden rings um ihn/sie herum die Kammern aufgepustet - so drückt die Innenwand mehr oder weniger fest gegen den Körper, während die Außenwand sich mehr oder weniger kugelig nach außen wölbt.

Bondageball

Ein aufblasbarer Ball war meine erste diesbezügliche Anschaffung. Um Ihnen zu verdeutlichen, wie unterschiedlich so ein Ball eingesetzt werden kann, möchte ich Sie auf die Berichte über eine D/S-Session und eine sinnliche Latex Enclosure Session verweisen.

Mein Ball verfügt über einen Zipper, über Arm-Innentaschen sowie eine Kragenöffnung: Der Kopf kann, muss aber nicht, durch die Kragenöffnung herausschauen - alternativ verschwinden Sie wohlmöglich auch komplett mit einer geeigneten Atemschlauchmaske im Ball - der wird dann aus der Kragenöffnung herausgeführt, um Ihre Frischluftzufuhr zu gewährleisten.

Sind Sie komplett im Ball, kann ich auch durch die Kragenöffnung hineingreifen, um Sie zur rechten Zeit zu stimulieren. Sofern dies gewünscht ist, müssen wir jedoch bei Ihrem Einstieg in den Ball darauf achten, die Öffnung passend zu positionieren. Ansonsten sind Sie im Ball erstmal "gut weggesperrt" und Ihr Geschlechtsteil ist nicht zugänglich.

Aber: Einige Toys können ggf. vorab angelegt werden, z.B. Elektrostimulations-Toys oder Vibratoren oder Vac-Cups mit geeigneten Halterungen - die Kabel / Schläuche müssen dann hinausgelegt werden, bevor der Bondageball aufgeblasen wird. Sie können sogar den Seriouskit Vacsuit im Bondageball tragen…

Bodybag

Der Bodybag begünstigt, anders als der Bondageball, eine ausgestreckte Liege-Position. Sie schaukeln dabei umso stärker, je weiter die untere Kammer aufgeblasen wird - sofern das nicht gewünscht ist, kann einfach nur mit der oberen Kammer gearbeitet werden. Diese Flexibilität erweist sich manches Mal als sehr nützlich.

Der Kopf kann wahlweise komplett durch die obere Aussparung hinausgeführt werden, oder aber Sie verwenden diese lediglich als Gesichtsöffnung und genießen das Druckgefühl rundum.

Eine Aussparung im Genitalbereich macht es möglich, dass ich die Venus2000 oder den Seriouskit Milker anschließe oder Sie einfacher als beim Ball mit Vibratoren, Druckwellenstimulationeren bzw. via Handjob stimuliere.

MD Latex Bondagesuit

Es ist ein bißchen kompliziert, diesen doppelwandigen Anzug anzuziehen. Dank eines Schnellventils ist er dann aber flugs aufgeblasen und/oder entleert, so dass wir häufiger als bei den zuvor genannten Latex-Utensilien immer mal wieder während des Plays die Luft ablassen und einpusten können.

Der Herstellername "MD Latex" wird Kennern auch etwas sagen im Hinblick auf die ungewöhnliche Materialdicke: der Druck, den dieser Anzug auf den Körper aufbaut, und somit der Restriktions-Effekt, ist deutlich stärker als bei den zuvor genannten Utensilien.

Bei diesem aufblasbaren Anzug ist der Zugriff zum Genital- und Analbereich dank eines durchgehenden Schritt-Reißverschlusses beinah uneingeschränkt möglich.

Weitere Encasement-Tools

Weitere speziell fürs "Verpacken" oder zumindest "Umschließen" gefertigte Tools in meinem Fundus sind ein Frogsuit aus Segeltuch, ein Bodybag aus Neopren, eine Zwangsjacke mit Kopfhaube aus daunengefüttertem Glanznylon, ein D-Ring-Zwangsanzug aus Echtleder und diverse Zentai Suits aus Nylon.

Zwei Menschen in Nylon-Zentais

Encasement-Methoden / Materialien

Wenn es kein spezielles Encasement Tool gibt und man aus sich aus fetischistischen Gründen für ein bestimmtes Encasement-Material entscheidet, stellt sich häufig die Frage: Wie kommt die Hülle um den Mensch? Wie hält das Material am Körper? (Zwar kann man jemanden auch einfach in einen großen Wäscheberg eintauchen lassen und dann ist er/sie in gewisser Weise auch umhüllt und teilweise genügt dies auch den Fetischansprüchen vollends, aber häufiger geht es doch darum, dass das Material auch irgendwie direkt befestigt werden muss.)

Gut eignen sich wickelbare Streifen - beim Wollfetisch zum Beispiel Schals, bei der Folienbondage einfach das Abrollen von Endlos-Frischhaltefolie direkt auf den Körper, aus Latex oder Leder gibt es ebenfalls breiteres Bandmaterial zu kaufen. Auch Mullbinden oder Toilettenpapier können sehr gut für ein Fullbody-Wrapping (= eine Wickelbondage, engl. "to wrap" = "wickeln") verwendet werden.

Wenn eine Tape Bondage (aus auf sich selbst haftendem Bondage-Tape oder ganz normalem Klebeband) den gesamten Körper umschließt, kann man dies auch als Encasement begreifen und dann ist die Methode wohl ebenfalls eine Wickelmethode.

Hier wird ein Kopf in Wollschals eingewickelt

Manchmal wird aber auch ein Tuch oder Kleidungsstück (bzw. mehrere Tücher oder Kleidungsstücke) mit Gurten, Seilen oder Tapes an den Körper angeschnürrt oder festgezurrt: das eigentliche Encasement-Material ist dann das der Tücher bzw. Kleidungsstücke, das Befestigungsmaterial spielt nur eine sekundäre Rolle. (Natürlich kann es auch wieder Vorlieben für bestimmte Kombinationen geben, z.B. Juteseile auf/über Schafswollkleidung… hervorragend sind natürlich auch Nylonstrümpfe als "Seil"-Ersatz über Nyloncatsuits) .

Bei solchen "Umgurtungen" oder "Einschnürungen" werden meist herkömmliche Fesselungs-Methoden ebenso verwendet, wie man dies auch ohne das Hauptfetisch-Material täte: nur macht es dem/der Passiven eben in der Kombination mehr Freude …

Wollbondage mit umwickeltem Kopf und Ledergurten

Einige weitere Beispielbilder für das Hauptmaterial Wolle finden Sie im Foto-Blog, ähnlich könnte auch für andere Materialien improvisiert werden. Wie dort gut zu sehen ist, werden übrigens Kleidungsstücke generell oft für Encasement zweckentfremdet, z.B. die Ärmel eines Pullovers miteinander verknotet oder als Fesselstricke genutzt, jedenfalls wird die eigentliche Funktion so verändert, dass statt mehr Beweglichkeit nun weniger Spielraum gegeben ist. Die Begriffe Encasement und Bondage können dann fließend ineinander übergeben, zwischen beispielsweise Wool Bondage und Wool Encasement kann es graduelle Unterschiede geben, doch für manche Umsetzungen treffen beide Bezeichnungen gleichermaßen zu.

Ein Fullbodycast (Ganzkörpergips aus Echtgips oder Fibercast) kommt verstärkend für den Bondage-Effekt hinzu, dass sich das Material selbst versteift, so dass sich quasi wirklich eine Art fester Kokon um die darin eingeschlossene Person bildet.


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