Vorlieben

TV-Erziehung, DWT, Zofen und Sissy Babies

Manche Männer schlüpfen gern immer mal wieder für eine bestimmte Zeitspanne in die Rolle oder zumindest die Kleidung von Frauen. Sie bezeichnen sich als Transvestiten (TV), Damenwäscheträger (DWT), Cross Dresser, Drags oder Sissies.

Anders als transsexuelle bzw. transidentische Menschen haben sie dabei aber üblicherweise nicht das leidvolle Gefühl, grundsätzlich im "falschen Körper" geboren zu sein (oft verbunden mit dem Weg einer Psychotherapie und Personenstandsänderung, einer hormonellen Behandlung und einer geschlechtsangleichenden Operation), sondern sind meist im Alltag durchaus gerne -sehr gerne oder zumindest leidlich gerne- Mann. Die Grenzen können selbstverständlich fließend sein, und selbstverständlich setze ich mich bei einer eventuellen Buchung individuell mit der persönlichen Identitätsvorstellung auseinander.

Transvestiten / Cross-Dresser / TVs

Sowohl das aus dem Lateinischen abgeleitete Wort "Transvestit" als auch das englische Wort "Cross Dresser" bedeuten wörtlich übersetzt ins Deutsche: "Jemand, der die entgegengesetzte Kleidung trägt".

Obwohl das zunächst so klingt, als ginge es dabei eher um das bloße Anziehen von Frauenkleidern, geht es den meisten Transvestiten doch auch um das Erlernen bzw. Vollführen bestimmter "frauentypischer" Verhaltensweisen.

Der Begriff "Transvestit" ist heutzutage -in voller Länge ausgesprochen- etwas außer Mode geraten, er wurde einst durch Magnus Hirschfeld, einen bedeutenden Sexualforscher, entscheidend mitgeprägt. Gerade im Umfeld von SM-Studios wird oft verkürzt von "TVs" gesprochen, entsprechende Sessions werden als "TV-Erziehung" oder "TV-Ausbildung" bezeichnet.

Transvestiten können homo- oder heterosexuell sein. Innerhalb der Homo-Communties werden eher die Begriffe "Cross Dresser" (für Menschen, die sich eher unauffällige Alltagskleidung des anderen Geschlechts anziehen) und "Drag Queen" (für meist Männer, die sich insbesondere für Szene-Events ausgesprochen aufwändig als Diva zurechtputzen) verwendet.

TV-Erziehung / TV-Ausbildung / TV-Huren

Während erfahrene Cross Dresser und Drag Queens ihr Styling und das Auftreten in entsprechender Rolle meist aus dem Eff-eff beherrschen, braucht oder wünscht sich der Gelegenheits-TV dabei die Hilfe oder Gegenwart von einem -meist weiblichen- Gegenüber. Gerade bei heterosexuellen Männern, die mal in die Rolle einer heterosexuellen oder lesbischen Frau schlüpfen wollen, ist ein geeignetes Gegenüber oft eine professionelle Domina.

Sehr gerne helfe ich Ihnen beim Schminken und Anziehen, berate und trainiere Sie bzgl. weiblichem Verhalten, übe mit Ihnen das Laufen in High Heels oder den richtigen Hüftschwung - oder behandle Sie einfach als "ganz normale Frau". Sie teilen mir mit, welche Art von Frau sie gerne sein möchten, denn da reicht das Spektrum von der "Hure" bis zur "lesbischen Geliebten" oder einfach auch der "besten Freundin". Manch einer will lieber eine natürliche Weiblichkeit verkörpern, manch einer mag dezentes, aber elegantes Make-Up, manch einer legt auch Wert auf nuttenhaftes Aufbrezeln. Manchmal wird Frau-Sein dabei bewußt oder unbewußt auch karikiert, aber nicht immer.

Im Begriff "TV-Erziehung" schwingt für manche SMer auch eine "SM-Erziehung eines TV" mit (ggf. gar "Erziehung zur TV-Sklavin"), für TVs ohne direkte SM-Vorlieben ist es eher die "Erziehung zur Weiblichkeit".

Der Begriff "TV-Ausbildung" betont den Aspekt "Ausbildung zur Weiblichkeit" noch stärker. Sofern so eine Ausbildung im SM-Studio erfolgen soll, erstreckt sie sich über oftmals viele Sessions. Es ist sinnvoll, diese jeweils unter ein bestimmtes Motto zu stellen, das dann den Schwerpunkt des jeweiligen Termins bestimmt.

Manch einer möchte auch zur "TV-Hure" ("TV-Nutte" / "TV-Schlampe") ausgebildet werden. Dabei schwingt oft der Wunsch mit, auch "als Frau benutzt" zu werden. Oft ist dies Benutzen im Rahmen einer einzelnen Session möglich, setzt also keine langwierige "Ausbildung" voraus - gelegentlich werden aber beide Fantasien auch kombiniert. Die Grenzen einer lustvollen Hurenerziehung, ggf. in einer Abgrenzung zum ernstgemeinten Coaching, sind dabei selbstverständlich zu beachten.

Travestie und Drag

Die beliebtesten Kunstformen des Transvestismus sind Travestie-Aufführungen und Drag-Performances. Travestie-Künstler stehen meist (playback-)singend oder seltener schauspielernd auf der Bühne vor Publikum, Drag Queens brillieren vor allem als Go-Go-Girls oder DJs in Discos. ("Drag" ist übrigens die Abkürzung für "Dress as a Girl", wobei hier nicht das Anziehen wie ein kleines Mädchen -das wäre dann die Sissy- , sondern eher wie eine Glamour-Diva, gemeint ist.)

Sollte es Ihr Ziel bzw. eines Ihrer Ziele sein, als Travestie-Künstler oder als Drag Queen wirklich auftreten zu können, stehe ich Ihnen gern unterstützend zur Seite - auch hierfür sind wohl Praxis-Coachings statt Sessions die bessere Wahl, aber das könnten wir im Einzelfall besprechen.

Damenwäscheträger / DWT / Schwanzmädchen / Kleidungs-Fetischisten

Während es dem Transvestiten / TV i.d.R. eher wichtig ist, sich in das Gefühl des Frauseins hineinzuversetzen, steht der DWT lediglich auf Damenkleidung, meist Damenunterwäsche, als Fetisch. Einige Damenwäschefetischisten mögen sexy Dessous nur an ihren weiblichen Gespielinnen oder auch als lose Kleidungsstücke, DWT tragen sie allerdings auch selber gerne - und fühlen sich dabei trotzdem nicht zwangsläufig als Frau. Sie mögen z.B. einfach das Gefühl der meist glatten Stoffe auf der Haut. Oder sie sehen sich gerne im BH (ggf. mit Kunstbusen) oder im Slip und streicheln sich darin - auch hier kann das Identitätsgefühl temporär mal ein weibliches sein, kann aber auch durchweg männlich bleiben. Der Penis wird ggf. zwischendrin als "große Klitoris" wahrgenommen, oder er wird weggebunden, oder man erlebt sich ganz bewußt als "Schwanzmädchen".

Auch bei reinen Fetisch-Sessions lasse ich mich sehr gern auf Ihr jeweiliges Identitäts- und/oder Rollenidentitäts-Verständnis ein, wenn Sie mich an diesem teilhaben lassen. Ebenso trage ich auf Wunsch wahlweise ebenfalls sexy Damen-Dessous oder trete im Gegenzug als Cross-Dresser in männlich konnotierter Kleidung (ggf. mit abgebundener Brust und Umschnall-Dildo) auf.

Sissy Babies : eine spezielle Mischung aus Genderplay und Ageplay (TV-ABs)

Möchte ein erwachsener Mann nicht in die Rolle einer erwachsenen Frau, sondern in die Rolle eines kleinen Mädchens oder eines Babymädchens schlüpfen oder -noch perfider- in die eines Mannes oder kleinen Jungen, der in die Rolle eines kleinen Mädchens oder Babymädchens gezwungen wird (vgl. [link 258#zwangs-feminisierung]forced feminization[/link]), dann spricht man auch von einer Sissy.

Hier kommen sowohl die Aspekte des Geschlechter-Tauschs als auch des Adult Baby Plays zum Tragen. SM-Aspekte können (z.B. in Form von Bestrafungs-Praktiken) einbezogen werden, müssen es aber nicht. Es kann auch fürsorgliches Adult Baby Play mit liebevoller Mutti stattfinden.

Für Sissy Babies ist oft die Bekleidung - z.B. mit bauschenden Petticoats- noch wichtiger als für Adult Babies, die ihr biologisches Geschlecht beibehalten. Während gewöhnliche Strampler und Baby-Schlafsäcke zwar meist bunt mit Kindermotiven bedruckt sind, also altersspezifisch, aber geschlechtsneutral, ist es TV-Adultbabies sehr wichtig, dass die "Mädchenkleidung" klar erkennbar ist als solche. Da diesbzgl. aber auch wieder unterschiedliche Vorstellungen bestehen, wie stark diese karikiert werden soll oder doch möglichst realitätsgetreu sein soll, ist eine Vorab-Kommunikation darüber vor Sessionbeginn sehr wichtig.

TV-Zofen / TV-Dienstmädchen / Zofenerziehung

So wie die TV-Hure den Geschlechtertausch mit der sexuellen Verfügbarkeit assoziiert und das TV-Adultbaby (die Sissy) ihn mit der Hilflosigkeit eines Babys kombiniert, so verbindet die TV-Zofe ihn mit der Dienstbarkeit eines Leibdieners bzw. Haussklaven. Wobei bei ihr noch stärker als bei jenen auf "frauentypische Arbeiten" gelegt wird.

In einer "Zofen-Erziehung" wird oft auch Etikette gelehrt, also gute Manieren, elegante Bewegung, traditionelles Knicksen, das korrekte Bedienen bei Tisch etc. etc.

Typische Outfits beinhalten oft schwarze Kleider und weiße Schürzchen, eben traditionelle Dienstmädchenkleidung.

Zwangs-Feminisierung (Forced Feminization)

Während die meisten TVs schon bei Sessionbeginn "Frau sind", gilt die erzwungene Feminisierung für einige Männer auch als Demütigung / Züchtigungspraktik. Tatsächlich wurde "petticoating" oder "pinofore punishment" vermutlich in viktorianischen Zeiten als Strafpraxis für Buben angewendet, die dann von ihren Muttis oder Gouvernanten zu Erniedrigungszwecken in Mädchenkleidung vor der Verwandtschaft vorgeführt wurden oder die zur Strafe "Mädchenarbeiten" im Haushalt erledigen mußten.

Es kann z.B. ein derartiges Straf- und Demütigungsszenario durch eine strenge Tante oder dominanten Ehefrau an ihrem Neffen oder Ehemann im Rollenspiel inszeniert werden, der dann zum Sissy Baby, zur Zofe oder zu einer anderen weiblichen Rolle "umerzogen" wird.

Auch hierbei sind die jeweiligen Schwerpunkte sowie das Einbeziehen oder Auslassen von SM-Praktiken bei den Erziehungsmethoden im Vorfeld zu besprechen.


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